Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


Literaturtheorien
Das Problem, die strukturalistische "Invasion" zu einem "Gegenstand der Ideengeschichte" zu machen, hat Derrida zu Beginn von 'Kraft und Bedeutung' wie folgt umrissen: "Der Historiker würde sich aber
Index
» Literaturtheorien
» Dekonstruktion - Lektüre: Derrida literaturtheoretisch
» Lesen/Aufmerksamkeit für Schrift

Lesen/Aufmerksamkeit für Schrift



Mit der Dekonstruktion ist daher keine neue Position und kein neues Paradigma erreicht; es 'gibt' keine Grenze des Textes der Metaphysik, jenseits derer der Text sich befinden könnte; es gibt keinen 'entscheidenden Bruch" mit der Metaphysik und ihren Oppositionen:

'Ich glaube nicht an den entscheidenden Bruch, an die Einmaligkeit eines 'epistemologischen Einschnitts', von dem heutzutage oft die Rede ist. Die Einschnitte geraten fatalerweise immer wieder in das alte Gewehe, das man endlos weiter zerstören muß. Diese Endlosigkeit ist weder zufällig noch konlingent; sie ist wesentlich, systematisch und theoretisch" .
      Derridas Lektüre prägt so u.a, wie gezeigt, für die Semiologie Saussurcs deren 'Ambivalenz' aus: einerseits unterläuft diese in der differentiellen Bestimmung der Zeichen die Metaphysik der Präsenz und andererseits gehört sie mit dem repräsentationslogischen Modell des 'Zeichens von -" dieser an, da in ihm die Bewegung des Vcrweiscns von Zeichen zu Zeichen fixiert und die Verkettungen der Zeichen begrenzt werdenJDekon-struktion ist ein Lesen, das die dekonstruktiven Zuge der Texte aufweist; so etwa, daß der Begriff des Zeichens jene Bewegung schon enthalte, die diesen und seine 'metaphysische Zugehörigkeit" selbst umgestürzt haben wird. Das 'de-kon-struierende' Lesen weist die Uncntschcidbarkcit von Zugehörigkeit und Ablösung auf und ist der Ort, an dem sie ausgetragen und 'inszeniert' wird; es hat an ihr daher selbst endlos teil: Es gibt keinen entscheidenden Bruch und endgültigen Einschnitt. - Dies bindet das, was nicht Derridas 'Position' werden kann und will, an das de-kon-struktive Lesen, an ein aktives und produktives Lesen, das, auch wenn und indem es sich in 'das alte Gewebe" einschreibt, endlos weiter zerstört.!

 Tags:
Lesen/Aufmerksamkeit  für  Schrift    





Impressum | Datenschutz

Tags: a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
Kontact Sitemap
Copyright © litde.com