Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


Literaturtheorien
Das Problem, die strukturalistische "Invasion" zu einem "Gegenstand der Ideengeschichte" zu machen, hat Derrida zu Beginn von 'Kraft und Bedeutung' wie folgt umrissen: "Der Historiker würde sich aber
Index
» Literaturtheorien
» Dekonstruktion - Lektüre: Derrida literaturtheoretisch
» Derrida lesen

Derrida lesen



Der Titel dieses Beitrags soll auf den zentralen Zusammenhang von Lesen und Dekonstruktion in der Lektüre Derridas hinweisen: "Derrida lesen", dieses Postulat, das S. Kofman zum Titel ihrer Darstellung macht, ist das des textuellen Charakters der Texte selbst, die hier zu lesen sind, ist die Frage nach ihrer Lesbarkeit und Referierbarkeit. Sie haben mit dieser Frage zu tun, in dem, was sie zum 'Gegenstand' haben, und in dem, was sie tun: Texte stellen die Frage nach der Lesbarkeit, indem sie diese durch ihre textuellen Strategien in Frage stellen. Sie behaupten und inszenieren mit der Heterogenität der Schrift die des Textes: "Die Schrift ist zahlreich oder sie ist nicht" . Sie ist "zahlreich" zum einen, weil die Schrift der Texte nicht eingeht in den 'einen Sinn' des Textes, sich nicht in diesem ein-und auflöst. Sie ist "zahlreich" zum andern, weil jeder Text Lektüre anderer Texte ist: Die Schrift des Textes "geht gänzlich in der Lektüre anderer Texte auf" . Das ist der Zusammenhang von jener Theorie, die 'Dekonstruktion' genannt wird, und Lesen: Dekonstruktive Lektüren, wie die Derridas, lesen Texte als heterogene; Lesen ist Dekonstruktion. Was Derridas Texte als dekonstruktives Lesen entwickeln oder 'darstellen', das heißt aber "inszenieren", dem entziehen sie sich selbst nicht und wollen sie sich nicht entziehen; ja, sie unternehmen schließlich alles, damit sie der von ihr produzierten Heterogenität nicht entzogen werden können.
     

 Tags:
Derrida  lesen    





Impressum | Datenschutz

Tags: a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
Kontact Sitemap
Copyright © litde.com