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Dekonstruktion - Lektüre: Derrida literaturtheoretisch


Das Problem, die strukturalistische "Invasion" zu einem "Gegenstand der Ideengeschichte" zu machen, hat Derrida zu Beginn von 'Kraft und Bedeutung' wie folgt umrissen: "Der Historiker würde sich aber irren, ließe er sich darauf ein: denn schon durch ihre Geste


, sie als einen Gegenstand anzusehen, würde er den Verlust ihres Sinns herbeiführen. Er vergäße, daß es sich in erster Linie um ein Wagnis in der Sehweise handelt, um eine Veränderung in der Art Fragen an jeden Gegenstand zu stellen, und zwar im besonderen ... entgegen aller Gewohnheit an den literarischen Gegenstand" (1972b, 9).' Was zum Gegenstand einer Darstellung gemacht werden soll, ist die "ungeheure Bewegung einer Unruhe über die Sprache - die nur eine Unruhe der Sprache und in der Sprache selbst sein kann" (ebd.). Irritationen, in die eine Darstellung der Theorie Derridas2 sich verwickeln lassen muß, sind in dieser historisch verschobenen Thematisierung durch Derrida selbst angesprochen.


Derrida lesen
Der Titel dieses Beitrags soll auf den zentralen Zusammenhang von Lesen und Dekonstruktion in der Lektüre Derridas hinweisen: "Derrida lesen", dieses Postulat, das S. Kofman zum Titel ihrer Darstellung macht, ist das des textuellen Charakters der Texte selbst, die hier zu lesen sind, ist die Frage n [ ... ]
Schrift
Schrift wird hier schon verwendet als der Name für den Text, der nicht von einem Autor kontrolliert wird und nicht einem, von diesem intendierten, Sinn untersteht. Und Schrift ist seit 'Die Schrift und die Differenz', 'Die Stimme und das Phänomen' und 'Gram-malologie' das Stichwort, das mit Derrida [ ... ]
Der doppelte Gestus der Dekonstruktion I
Im Begriff des Zeichens, wie der Schrift, ist (auch traditionell) die entwendete, entfernte, abwesende Präsenz mitgedacht: Bezeichnet wird, was nicht da ist. Das Zeichen bleibt aber in seiner 'klas- sischen' Fassung noch an die Fiktion einer möglichen Ankunft bei (oder Herkunft aus) einer Präsenz [ ... ]
Lesen/Aufmerksamkeit für Schrift
Mit der Dekonstruktion ist daher keine neue Position und kein neues Paradigma erreicht; es 'gibt' keine Grenze des Textes der Metaphysik, jenseits derer der Text sich befinden könnte; es gibt keinen 'entscheidenden Bruch" mit der Metaphysik und ihren Oppositionen: 'Ich glaube nicht an den entscheid [ ... ]
Das Andere-im-Selben Lesen
Die Aufmerksamkeit für die Sprachlichkeit oder Textualität unseres 'Wissens', stellt 'als solche' die Stabilität jeder Bedeutung und jeden Wissens 'von etwas' in Frage; sie ist als 'Textarbeit",,disseminata". Die 'Arbeit' des Textes: 'die offene und produktive Fortbewegung der Tcxtkctte" wird gegen [ ... ]
Schreibvorgänge - 'Vorsichtsmaßnahmen
Der zweite Aspekt der genannten 'Aufmerksamkeit" für den Text, deren 'Ausarbeitung' das vielleicht einzige 'Programm' der Texte Derridas ist, ist die 'Arbeit' dieser Texte selbst, 'Schauplatz' dieser 'endlosen' Bewegung (1986b, 34ff.; vgl. 1972b, 40). Denn das Lesen anderer Texte14 hat statt in den [ ... ]
Das Literarische I
Die Frage nach dem Verhältnis von Dckonstruktion und Literalur/-wissenschaft wurde unter dem Gesichtspunkt der 'Einebnung des Gattungsunterschiedes zwischen Philosophie und Literatur" (Habermas 1985, 2191'f.) zum philosophischen Verdikt über die Texte Derridas. Selbst wenn man davon absähe, Derridas [ ... ]
Ein anderes Feld: literary criticism
Eine Formulierung, wie die des amerikanischen Literaturwissen-schaftlers Alkins: 'A major force in contemporary literary criticism is Jacques Derrida" (16), würde in der Bundesrepublik immer noch vor allem Verblüffung auslösen und verdeutlicht insofern die andere Diskussionslage innerhalb der amerik [ ... ]
Dekonstruktion II - das Konzept de Maus
Dckonstruktiv' ist eine Lektüre, die sich der Teleologic des kontrollierten/kontrollierenden Sinns nicht mehr unterwirft, sondern im Text die Widerstände gegen diesen wahrnimmt: die 'Sprache als Instanz der Disjunktion" (de Man 1988, 1985) - und zwar jener Momente, deren Dcckungsgleichhcit in der 's [ ... ]
Lesen/Unlesbarkeit
Der 'negative Prozeß" des Lesens rc-inszeniert das Verhältnis von 'Blindness' und 'Insight' der Texte, der Konstitution und des Abbaus (d.i. die Dekonstruktion) von Sinn. Das Modell einer rhetorischen Figur und ihrer Dcfiguration kann durch keine endgültige Lektüre abgeschlossen werden, auch nicht d [ ... ]
'Literatur' II - und Institution
Obwohl beide, Derrida und de Man, eine prinzipielle Differenz zwischen philosophischen und literarischen Texten verneinen, kann gefragt werden, ob und inwiefern sicli literarische und philosophische Texte zu ihrer tcxtucllen Bestimmtheit unterschiedlich verhalten; dieses Problem könnte in Auseinande [ ... ]



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