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Thomas Mann (I875-I955)



Thomas Manns Leben ist vor allem deshalb so gut dokumentiert, weil er sein Image als großer deutscher Romanschriftsteller mit geprägt hat, unter anderem durch seine Tagebücher. Sein früher literarischer Ruhm, der seines Bruders Heinrich und seiner begabten bzw. exaltierten Kinder Frika, Klaus und Golo haben schließlich den Mythos der Familie Mann begründet.


      Thomas Mann war Zeitgenosse und Zeitzeuge mehrerer literarischer Hpochen. Diese Zeitströmungen, von denen die des ausgehenden 19. Jh. anfänglich am stärksten auf ihn wirkte, hinderten ihn nicht daran, in seinen Romanen und Novellen völlig neue, eigene Ausdrucksformen zu entwickeln.
      Nachdem erbis zur mittleren Reife die Schulbankgedrückt hatte, schlug er halbherzig in München die Laufbahn eines Versicherungsangestellten ein.
      Unter »schnupfenden Beamten« nutzte er jede Pause für seine schriftstellerische Arbeit und schon bald gab er den Brotberuf zugunsten seiner schriftstellerischen Existenz auf, was ihm durch regelmäßige Zuwendungen seines Vaters, einem wohlhabenden Lübecker Kaufmann, erleichtert wurde. Nach einem längeren Italienaufenthalt mit seinem Bruder I leinrich arbeitete Thomas Mann als Redakteur des >SimplicissimusBuddenbrooks. Der Niedergang einer Familic< verarbeitete er sehr zum Ã"rger der eigenen Verwandtschaft Details aus der Mann'schen Familienchronik und schuf ein zeitgeschichtliches Dokument des absteigenden Großbürgertums. Der für sein gesamtes literarisches Schaffen typische Konflikt zwischen dem künstlerisch veranlagten Menschen und der bürgerlichen Well nimmt in dem sensiblen, lebensunfähigen »Spätling« Hanno Gestalt an.
      Den >Buddenbrooks< verdankt Thomas Mann auch den 1929 verliehenen Nobelpreis. Thomas Mann gründete mit Katia Pringsheim eine schnell wachsende eigene Familie und verkehrte in den lührenden Münchner Gesellschaftskreisen.
      Die dekadente, dem Tod zugewandte Seite der Künstlernatur beschäftigte Thomas Mann in seinen Novellen, vor allem in >Der Tod in Venedig< und später im >Zauberberg< . Das Problem sollte ihn auch im »realen Leben« einholen: Thomas' Schwester und sein Sohn Klaus, beide Schauspieler, nahmen sich das Leben.
      Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 kam es zum Zwist mit dem pazifistisch gesinnten Bruder Heinrich. Thomas Mann formulierte eine gemäßigt patriotische Position und beharrte anders als Heinrich aul'derAbgrenzung von Literaturund Politik. Nach Verleihung des Nobelpreises sah ersieh angesichts der zunehmenden Radikalisierung an den rechten und linken politischen Rändern in die Rolle des Repräsentanten einer humanistischen deutschen Kultur gezwungen.

     
Die Auseinandersetzung um Humanismus und Diktatur gingen auch in seinen >Zauberberg|o-sephs

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