Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


Literatur & sprache

Index
» Literatur & sprache
» Persönlichkeiten
» Johann Wolfgang Goethe (I749-I832)

Johann Wolfgang Goethe (I749-I832)



Johann Wolfgang Goethe ist eine weit über Deutschlands Grenzen hinaus anerkannte Geistesgröße. Sein Leben und dichterisches Wirken hat Wesentliches zur Entwicklung auf vielen Feldern derdeutschen Kulturund Sprache beigetragen.

&

nbsp;    
Er slammte aus einer angeschenen Palrizierfamilie in Frankfurt am Main. Wahrend seines Jura-Studiums in Straßburg gründete er mit Johann Gottfried Herder 1770 die Iiterarisehe Bewegung des »Sturm und Drang« , zu dessen Flaggschiff der >Gölz von Berlichingen< wurde. Zu dieser Zeit verfassle er auch erste Krlebnislyrik und sammelte elsässische Volkslieder.
      Auf Wunsch seines Vaters wurde er nach seinem Studium 1772 zunächst Advokat in Frankfurt und absolvierte danach ein Praktikum am Reichskammergericht in Wetzlar. Dorf verliebte er sich unglücklich in Charlotte Bull Sie warder Auslöser für >Die Leiden des jungen Werther, einem sensationellen Publikumserfolg. Begeisterung löste im Lesepublikum vor allem das »ozeanische Well-gefühl« in Wcrlhcrs Naturbeschreibungen aus. Neben einer Werthermode gab es eine fatale Serie von nachgeahmten Selbstmorden. Nach seiner vorzeitigen Rückkehrnach Frankfurt widmete sich Goethe ausschließlich dem Dichten.
      Hin folgenreiches Hreignis warder Besuch des jungen Frbprin-zen Karl-August von Sachsen-Weimar. Fr und seine Mutter, die I lerzogin Anna Amalia, schätzten Goethe und holten ihn schließlich als Berater an den Fürstenhof. In dem überschaubaren Pro-vinzfürstentum sah Goethe bald seine Chance: Die hoch gesteckten kulturpolitischen Ziele des jungen Herzogs und seiner Mutter weckten bei ihm die Vision einer Kulturmetropole. Doch zunächst war Goethe von ministeriellen Verwaltungsaufgaben in Beschlag genommen, er war für so kulturferne Bereiche wie Bergwerk, Militär, Wegebau und Finanzen zuständig.
      Gleichzeitig baute er ein Theater auf, für das er auch die Stücke schrieb. In der frühen Fassung des Dramas >lphigenie auf Tauris< spielten er und der Herzog selbst die Hauptrollen. Der Sieg der Humanität im Stück kann als Appell an die Tugenden des »guten Herrsehers« interpretiert werden. Zahlreiche bedeutende Gedichte entstanden, darunter »Wandrers NachtliedFrlkönig< und der >FischerlphigenieLeiden des jungen WerthersGötz von BerlichingenXcnien< verrissen sie die literarischen Produktionen ihrer Zeitgenossen.
      Schiller inspirierte Goethe schließlich 1797, sein »l;aust«-Pro-jekt wiederaufzunehmen, das ihn sein Leben lang beschäftigen sollte. Nach Schillers Tod 1805 begann sich Goethe wie seine jungen romantischen Zeitgenossen für die mittelalterliche Literaturzu interessieren. Die neue Herausforderung bestand nun darin, Klassik und Romantik zum Ausgleich zu bringen.
      Ein Jahrnach Schillers Tod, 1806, wurde Weimar von Franzosen besetzt, zwei jähre später kam es zu denkwürdigen Besuchen Napoleons, der in dem gealterten Goethe den Verfasser des >Wer-thers< verehrte. Goethe hatte sich selbst überlebt und war schon »historisch« geworden. Mit einem neuen Typ der Autobiografie »Dichtung und Wahrheit« und seinen Erfahrungsberichten der »Italienischen Reise« machte er sich nun selbst zum Gegenstand der Literatur.
      Seine Entwicklung war aber nicht abgeschlossen. Er suchte neue lyrische Ausdrucksformen in dem Gedichtzyklus »Westösl-licher Divan«, einer Verknüpfung von Gedichten im Stil der orientalischen Liebeslyrik, mit der er die Literaturwelt noch einmal überraschte. Mit der »Novelle« führte er exemplarisch ein neues Gattungsmodell ein.
      Kr schrieb einen Gesellschaftsroman, »Die Wahlverwandtschalten« , der sich mit den problematisch gewordenen Geschlechterbeziehungen befasst und zeitgenössische Leser wegen angeblicher Sittenlosigkcit empörte. Neue Romanstile erprobte Goethe auch in »Wilhelm Meisters Wanderjahre« , außerdem begann er Aphorismen zu schreiben .

     
Schließlich beflügelte den 74-Jährigen noch die Altersliebe zur blutjungen Ulrike von Levetzow zu den >Marienbader Hlegien

 Tags:
Johann  Wolfgang  Goethe  (I749-I832)    





Impressum | Datenschutz

Tags: a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
Kontact Sitemap
Copyright © litde.com