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Homer (8. Jahrhundert v. Chr.)



Wer kennt sie nicht, die großen Melden Achilles, Hektor und den listigen Irrfahrer Odysseus, wer hat nicht schon vom Trojanischen Pferd gehört, dessen subversive Idee heute in den Trojanern des Cyberspace fortlebt, wer kennt sie nicht, Helena, deren weltberühmte Schönheit Anlass für einen der größten Kriege des Altertums wurde?

Diese Figuren und die gesamte olympische Götlerwelt, deren Bewohner auch heule noch unsere Antiken-Museen bevölkern, werden einem Dichter zugeschrieben, dessen Steckbrief sehr vage ist: Rr lebte im 8. Jahrhundert v. Chr. im griechischen Kleinasien, vermutlich südlich des Gebietes, das einst der Schauplatz des Trojanischen Krieges gewesen war, in Smyrna in der heutigen Nordwest-Türkei oder aul der griechischen Insel Chios. Legenden schildern ihn als Mann, der erblindet sei, ein Wandersänger, der angeblich mit Fischern und Bauern verkehrte, aber auch eine genaue Kenntnis aristokratischer Lebensformen und Werte gehabt haben muss und demnach dem Adel nahe stand. Das überlieferte Porträt ist voller Widersprüche. Wir kennen nur seinen Namen: Homcros.
      Die griechische Hochkulturvon Mykene,Theben und Knossos war zu Homers Zeit schon lange zu linde, auf den Ruinen der alten Paläste zeugten nur noch die Sänger mit ihren Vorträgen der alten Heldensagen vom Glanz und der Größe der Vergangenheit. Die Geschichten und die Göttermythen entstammen einer Zeit, in der von Generation zu Generation Sagen nicht nurweitcrerzählt, sondem auch weitergedichtet wurden. Homers große Kpen, die >Ilias< und die >OdysseeIlias< und die >dyssee< gedichtet haben.
      Inzwischen geht man davon aus, dass der historische Homer wenigstens für die >llias< als Autor zeichnet, wobei er vorhandene Stoffe weiterverarbeitet hat. Allerdings hatte diese »homerische Frage« für die Wirkung des Werkes auf die Nachwelt keine Bedeutung. Homers Dichtung hat die Form der Versdichtung und der Epik geprägt, seine Werke hatten einen nicht vorhersehbaren Kin-fluss auf die griechische Sprache, bildende Kunst, Philosophie und Literatur und haben zahlreiche Dichter, Schriftsteller und Geschichtsschreiber in ganz. Kuropa inspiriert.
      Aristoteles lobt Homer in seiner >PoetikÄneis< den überlebenden TrojerÄncas zur Gründerfigur des Römischen Reiches. In der italienischen Renaissance erfuhren Petrarca und Boccaccio von Homers Werk wichtige Anregungen, in Deutschland wurde Homer von den Sturm-und Drang-Dichtern entdeckt. Herder und Goethe fanden hier das große Vorbild für die Ursprünglichkeit und Natürlichkeit der Dichtung.
      Homer hat nicht nur Themen und Formen eines wichtigen Teils der alten und modernen Literatur bis hin zu Joyces >Ulysses< geprägt, er hat auch die einzelnen Menschenschicksale so lebendig geschildert, dass wir uns noch heute kaum der Wirklichkcitsfülle seiner Hpik entziehen können.

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Homer  (8.  Jahrhundert  v.  Chr.)    





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