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Die Brüder Jacob (I785-I863) und Wilhelm (I786-I859) Grimm



Sie scheinen uns ihrer Zeit enthoben, die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm, denn ihre Märchensammlung steht auch heute noch in jedem Kinderzimmer.
      Sie wuchsen im hessischen Flanau auf. Mit dem Tod des Vaters, eines verbeamteten Juristen, verlor die neunköpfige Familie schon bald ihre sichere Existenzgrundlage. Jacob und Wilhelm wurden daraufhin von derTante in Kassel versorgt.

     
1802/1803 begannen die Brüder mit dem Jurastudium in Marburg. Der berühmte junge Rechtsgelehrte l;riedrich Carl von Sa-vigny war ihr Lieblingsdozent, ergehörtc zu dem Freundeskreis der Romantiker Brentano und Arnim, in den die Grimms auch bald aufgenommen wurden. Die Brüder lasen neben ihrem Jurastudium mit großer Begeisterung mittelalterliche Minnelicdcr und begannen Sagen, Märchen und Volkslieder zu sammeln. Nach einem Pariser Studienaufenthalt fanD )acob einen vorläufigen Brotberuf in Staatsdiensten, der ihm auch noch Zeit für das Studium der Literatur und Dichtkunst des Mittelalters ließ, indessen beendete Wilhelm sein juristisches Studium.
      Doch schon bald griffen die politischen Geschehnisse in Jacobs Leben ein: Napoleons Armee besetzte Kassel. Glücklicherweise fand |acob, nach dem Tod der Mutler nun Familienoberhaupt der nicht versorgten Geschwister, eine neue Stelle als Leiter der Privatbibliothek des neuen Königs von Westfalen. Wilhelm reiste u. a. nach Weimar, wo er Goethe traf. Der alle Herr schätzte die mittelalterlichen Studien der beiden Brüder und schickte ihnen Literaturnach Kassel. Nach der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 kehrte der hessische Kurfürst zurück, und der Glücksfall wollte es, dass die Brüder beide in der kurfürstlichen Bibliothek eine Anstellung fanden. Sie arbeiteten von nun an zusammen: )acob, der zupackende Forscher, der Sprachwissenschaftler, und Wilhelm, der eher musische Geist, der Lileraturwissenschal'ller.
      Die äußerst belesenen Brüder hatten eine umfassende Kenntnis der europäischen Dichtung. Sie betätigten sich vor allem als Forscher, Ãobersetzer und Herausgeber alter Heldenlieder, Balladen und Märchen. Unter anderem veröffentlichten sie die altnordischen Lieder der >F,dda< und das älteste deutsche Gedicht, das >HildebrandliedReineke Fuchs

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