Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


Literatur & sprache

Index
» Literatur & sprache
» Meisterwerke
» Das Nibelungenlied (ca. I200) - Heldenepos

Das Nibelungenlied (ca. I200) - Heldenepos



Was für die Griechen die >Ilias< war, war lange Zeit für die Deutschen das >NibelungenliedKing des NibclungetK von Richard Wagner etwa oder dem Nibelungen-Drama Hebbels oder ganz einfach als Sagensehatz in Jugendbuchausgaben. Der Held Siegfried, der hinterhältige I lagen, der Zwerg Alberich und das Rheingold, die beleidigte Brunhilde und die rachsüchtige Kriemhild gehören zu unserem Kultursehatz.

      Schon im Mittelalter war man von Helden beeindruckt, die natürlich größerund stärker sein mussten als die realen Personen. Der Rückgriff auf uralte Ãoberlieferungen lag daher nahe. Die Motive und Gestalten des Nibelungenliedes reichen zurück bis in die Zeit der Völkerwanderung. Die lag schon in der Fntstehungszeil des Nibelungenliedes sehr weit zurück: wie von unserer heutigen Zeil aus betrachtet das ausgehende Mittelalter.
      Man weiß nur so viel, dass die Niederschrift wahrscheinlich um 1200 am Hof des Bischofs Wolfger in Passau erfolgte. Die Handschrift wurde 1755 auf Burg Hohenems entdeckt und von Bodmer 1757 erstmalig in Auszügen veröffentlicht. In der vorliegenden Form kombiniert das Nibelungenlied als hochentwickelte Kunsl-l'omi germanische Sagenstolle vor allem der altnordischen >Fdda< und des >Hildebrandliedes< mit mittelalterlichen Ritter-Themen und spielmännischen Abcnteuersehilderungcn. Fs enthält auch Märchenelemente, Natursymbole und religiöse Motive, die auf sehr unterschiedliche Quellen zurückgehen. 2300 »Nibelungenstrophen«, die sich aus je vier Langzeilen zusammensetzen, um-fasst das Werk des unbekannten Verfassers. Trotz der vielfältigen Stoffe erscheint das Werk wie aus einem Guss.
      Die Handlung beginnt mit dem zweifelhaften Unternehmen des Burgunderkönigs Günther, mit Hilfe des dank Tarnkappe unsichtbaren Helden Siegfried die starke Königin Brunhilde als Frau zu erobern und in der Hochzeitsnacht gefügig zu machen. Dabei entwendet Siegfried Brunhildes Ring und Gürtel. Als Gegenleistung erhält Siegfried Günthers schöne Schwester Kriemhild zur Frau, derer diese »Trophäen« schenkt. Die beiden Frauen streiten im folgenden um ihren gesellschaftlichen Rang. Kriemhild beleidigt Brunhilde tödlich, als sie ihr bei einem Fest in Worms Günthers und Siegfrieds schändliches Komplott nachträglich enthüllt, indem sie Ring und Gürtel vorweist. Siegfrieds neidischem Widersacher Hagen ist dies willkommener Anlass, als Brunhildes Verbündeter Siegfried hinterhältig zu ermorden. Die entscheidende Information über Siegfrieds Verwundbarkeit hat er vorher mit einer List ausgerechnet Siegfrieds Frau Kriemhild entlockt. Die schreckliehe Tat endet damit, dass Hagen Siegfrieds Leiche vor Kriemhilds Schlafgemach legt. Schließlich stiehlt er Kriemhild auch noch den Nibelungenschatz und versenkt ihn im Rhein.
      Der zweite Teil handelt davon, wie sich die mit dem mächtigen Hunnenkönig Etzel neu verheiratete Kriemhild an Hagen und ihrem Bruder Günther rächen will. Als ihre Brüder mit ihrem Gefolge, darunter auch Hagen, als Gäste am Hof Etzels eingekehrt Ausgaben
Zweisprachige Ausgabe: >Das Nibelungenlied!. Mittelhochdeutscher Text und Ãobertragung. Herausgegeben, übersetzt und mit einem Anhang versehen von Helmut Brackert. 1

  
   Ãobersetzung: >Das Nibelungenlied!. Herausgegeben und übersetzt von Günter Kramer mit Illustrationen von Ernst Barlach. 1982 Poetische Nacherzählung für Kinder: Franz Fühman: >Das Nibelungenlied!,

   Literarische Verarbeitungen: Friedrich de la Motte Fouque: »Der Held des Nordensi ; Friedrich Hebbel: >Die Nibelungen! ; Franz Fühmann: >Der Nibelungen Not< ; J. Fernau: >Disteln für Hageni ; J. Lodermann: »Der Mordi .sind, geschieht, was sich schon durch zahlreiche Vorwarnungen abgezeichnet hat: Kriemhild befiehlt den Ãoberfall auf die Burgunder Hs kommt zu einem heftigen Gemetzel: /ahlreiche Hunnen, ihre Verbündeten sowie alle Burgunden, aber auch Kriemhild und ihr Sohn werden getötet. Damit sind zwei Königshäuser ausgelöscht. Der einzig wahre I leid ist am linde Dietrich von Bern, der immer wieder versucht hatte, den Rachegelüsten beider Seiten Hinhalt zu gebieten, und Gerechtigkeit forderte. Gegen seinen Willen war er in den Kampf hineingezogen worden, den er beendete, indem er Hagen und Günther überwand.
     

 Tags:
Das  Nibelungenlied  (ca.  I200)  -  Heldenepos    





Impressum | Datenschutz

Tags: a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
Kontact Sitemap
Copyright © litde.com