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Nietzsche



Eine tragende Rolle kommt dabei dem deutschen Philosophen Friedrich Nietzsche zu, dessen Werke etwa seit der Jahrhundertwende eine außerordentlich breite und intensive Rezeption erfahren. Zentrale Positionen seines Denkens, die er selbst niemals in die Form eines schlüssigen Systems zu überführen vermag, lassen sich mit dem Begriff des Nihilismus beschreiben. Nietzsche konstatiert eine Auflösung aller übergreifenden
Weltdeutungen und eine Zersetzung der metaphysischen Grundlagen des westlichen Abendlandes. Der Verlust des Glaubens an ein höheres Wesen und eine göttlich legitimierte Ordnung der menschlichen Gesellschaft führt freilich nicht in eine Apologie der modernen Naturwissenschaften. Im Gegenteil kritisiert Nietzsche mit radikaler Schärfe den beinahe religiösen Fortschrittswahn seiner Zeit und ihren ebenso banalen wie problematischen szientifischen Wahrheitsbegriff. Dem für ihn längst überkommenen, körperfeindlichen und müden Christentum - einer Metaphysik der Schwachen und Kranken - wie auch dem klein karierten, wissenschaftsgläubigen Spießer des ausgehenden 19. Jahrhunderts stellt er in seiner Schrift Also sprach Zarathustra die - allerdings etwas vage -Idee eines starken, lebensfreudigen und leibfreundlichen, kreativen Ãobermenschen' gegenüber .
     

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