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Ã"chtung durch die Nationalsozialisten



Die scharfe, kompromisslose Ablehnung der expressionistischen Ã"sthe- tik ist bereits in Adolf Hitlers politischer Programmschrift Mein Kampf von 1925/26 unzweideutig formuliert. Der spätere ,Führer' polemisiert in diesem Text mehrfach in rabiater Weise gegen die avantgardistische Kunst - vor allem gegen ihre Abkehr von einer mimetischen Darstellungsweise, wider ihr Interesse am Hässlichen und an außereuropäischen Kulturen - und verleumdet ihre Vertreter teils als Geisteskranke, teils als Kriminelle . Auch nach der Einsetzung Hitlers als Reichskanzler verbinden sich die Ablehnung der vorgeblich ,undeutschen' und degenerierten' Ã"sthetik der Moderne, die Feindschaft gegen zahlreiche linksorientierte Repräsentanten der Avantgarde und der rassistische Hass gegen viele Künstler jüdischer Herkunft unter ihnen zu einem massiven antiexpressionistischen Affekt. Während der etwa anderthalB )ahre der Machtergreifung der Nationalsozialisten zwischen Januar 1933 und August 1934 wird - insbesondere in einer Auseinandersetzung zwischen den konkurrierenden Parteiideologen Joseph Goebbels und Alfred Rosenberg - die vehemente Ablehnungder modernen Kunst radikalisiert, zur Staatsdoktrin erhoben und in praktische Kulturpolitik umgesetzt .
     

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