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Literatur des expressionismus

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'Expressionismus als Selbstbezeich- nung der Epoche



Zu diesem Zeitpunkt freilich tritt der Expressionismus bereits in seine Spätphase ein . Die Etablierung eines weithin akzeptierten Begriffs für die Bewegung kann demnach auch schon als Krisen- oder Niedergangssymptom gedeutet werden. Ãoberdies entziehen sich wichtige Vertreter dieser Autorengeneration ostentativ der Etikettierung ihres Werks mit diesem Begriff, und viele von ihnen sind längst verstorben, bevor derselbe noch größere Verbreitung und Akzeptanz findet. Der Expressionismus stellt sich somit als eine Epoche der Literaturgeschichte dar, deren Bezeichnung sich in der kulturellen Ã-ffentlichkeit nicht von Beginn an, jedoch noch während ihres Fortdauerns einbürgert, ohne allerdings völlig konsensuell von ihren Vertretern gebraucht zu werden. Für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Epoche ist die Ãobernahme des Begriffs in die eigene germanistische Terminologie kein Problem. Hierbei sind selbstverständlich die historischen Verwendungsweisen und Diskussionen des Begriffs zu berücksichtigen. Demgegenüber jedoch muss eine aktuelle literaturgeschichtliche Definition des Expressionismus auf der Grundlage der modernen germanistischen Theoriebildung konstruktivistisch eine eigenständige Definition der Epoche leisten.
     

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