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Biographischer Alfred Döblin



Alfred Döblin wird 1878 in Stettin geboren. Der Vater, ein jüdischer Kauf- mann, setzt sich, als der Junge zehn Jahre alt ist, mit einer Angestellten in die Vereinigten Staaten ab. Die Mutter muss mit ihren fünf Kindern die eher provinzielle Hansestadt verlassen und zieht, um Aufnahme und Unterstützung bei Verwandten zu finden, nach Berlin. Die ersten Eindrücke der aufstrebenden Metropole haben auf den späteren Dichter eine verwirrende, beinahe schockartige Wirkung. Eine starke Prägung hinterlässt auch, wie sich gleichfalls aus autobiographischen Texten Döblins ergibt, die triste Wohn- und Lebenssituation der Familie im ärmlichen Berliner Osten . An den Besuch einer höheren Schule ist aus materiellen Gründen vorerst nicht zu denken. Schließlich erlangt er als Freischüler Aufnahme in das humanistisch orientierte Köllnische Gymnasium. Auf Grund der widrigen lebensgeschichtlichen Umstände drei Jahre älter als der Durchschnitt seiner Klassenkameraden, beschließt er seine Schulzeit erst 1900 als Dreiundzwanzigjähriger. Unmittelbar daran schließt sich in Berlin das Studium der Medizin an, das der Onkel und der ältere Bruder, beide erfolgreiche Kaufmänner, finanzieren. 1904 wechselt er nach sieben Semestern nach Freiburg im Breisgau. Im folgenden Jahr wird er an der dortigen Universität promoviert und vom Badischen Innenministerium als Arzt approbiert. Er tritt eine Stelle in einer psychiatrischen Klinik bei Regensburg an. Im Herbst 1906 wechselt er als Anstaltsarzt nach Berlin. 1911 schließlich eröffnet er am Halleschen Tor eine neurologische Kassenpraxis, nebenher arbeitet er noch auf einer Unfallwache .
     

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