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Literatur des expressionismus

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Verkündigungs-, Wandlungs-und aktivistisches Drama



Zur Kategorisierung der expressionistischen Dramatik hält die For- schung noch eine Reihe weiterer Begriffe bereit, die jeweils auf wichtige inhaltliche Aspekte abheben . Viele Texte prägt ein starker appellativer Gestus. Unter Einsatz der verschiedensten bühnentechnischen Mittel zeigen sie dem Publikum eine spezifische Facette der Ideologie der Bewegung, sei es die Verbrüderung der gesamten Menschheit gegen die kalten Mächte von Technik und Fortschritt, sei es der Pazifismus. Für dieses Genre wird häufig der Terminus des Verkündigungsdra-mas verwendet. Als repräsentative Beispiele gelten etwa Georg Kaisers Die Bürger von Calais oder Hanns Johsts Der junge Mensch . Im Mittelpunkt des expressionistischen Wandlungsdramas steht die radikale innere Erneuerung eines einzelnen Menschen oder einer ganzen gesellschaftlichen Gruppe . Diese Texte führen demnach dem Publikum auf der Bühne die Realisierung wichtiger Aspekte der utopischen Ideologie der Bewegung sinnfällig vor Augen. Hier wären beispielhaft Walter Hasenclevers Der Sohn , Fritz von Unruhs Ein Geschlecht 0 917) und Ernst Barlachs Der arme Vetter zu nennen. In den Jahren während und nach der Revolution schließlich entstehen auch zahlreiche Texte, die auf der Bühne die politische Situation der Gegenwart reflektieren. Diese aktivistische Dramatik verbindet sich vor allem mit dem Namen Ernst Tollers und seinen Stücken Masse Mensch und Die Maschinenstürmer .
     

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