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Literatur des expressionismus

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Themen als Epochen-merkmale



Es ist ein Spezifikum des Expressionismus, dass seine Autoren auf ein zwar weit gespanntes, aber grosso modo recht einheitliches Ensemble von The- men als stoffliche Grundlage für ihre Texte zurückgreifen. Maßgebliche Gründe dafür sind unter anderem die relativ große Homogenität der ästhetischen und ideologischen Positionen der Bewegung, die relativ ähnlichen Angriffsziele in der literarisch-gesellschaftskritischen Polemik und die einschneidenden zeitgeschichtlichen Ereignisse und Tendenzen wie der Erste Weltkrieg und die diversen Revolutionen in Europa um 1918, die zu dichterischer Stellungnahme herausfordern. Nicht zuletzt ist auch der geringe zeitliche Umfang des Epochenkonstrukts zu bedenken, der - etwa gegenüber Perioden der Literaturgeschichte, die ganze Dezennien oder Jahrhunderte umfassen - eine gewisse inhaltliche Kohärenz gewährleistet. Ãober welche Facette, welchen Autor und welches Werk der Epoche man daher aus welcher Perspektive auch immer spricht - fast unweigerlich wird dabei ein zentrales Thema des Expressionismus berührt, sei es die Kritik am Bürgertum oder der Vater-Sohn-Konflikt, sei es die Großstadtwahrneh-mung oder die vitalistische Skepsis gegenüber der Vernunft, sei es die Exotismus-Begeisterung oder die Suche nach einem neuen Menschen. Die Darstellung kann sich daher im Folgenden auf einige wenige, ausgewählte Aspekte beschränken und ansonsten auf die übrigen Teile dieses Lehrbuchsverweisen.
     

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