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Literatur des expressionismus

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Lasker-Schüler



1917 erscheinen Die gesammelten Gedichte Else Lasker-Schülers, die 1920 noch durch einen zweiten Band mit dem Titel Die Kuppel ergänzt werden. In diesen Kompilationen vereinigt die Autorin zum größten Teil die Lyrik, die sie seit 1902 an unterschiedlichen Orten veröffentlicht hat. Ihr Werk ist von keinem anderen Thema so geprägt wie von der Liebe -wodurch sie sich signifikant von den allermeisten ihrer männlichen Autorenkollegen innerhalb der Epoche absetzt. Auch mangelt es ihr am sozial-revolutionären Impetus. Dennoch steht sie dem Expressionismus nicht nur durch vielfältige persönliche Beziehungen nahe, sondern auch durch die ästhetische Form ihrer Gedichte. Die Texte lösen sich formal aus allen Bindungen der traditionellen Poesie, sind geprägt von einer emphatischen Dynamisierung der Sprache, einer ungekannten lyrischen Inszenierung von expressiver Emotionalität, von der Entfaltung kühner Metaphern. Bestimmend werden in ihrem Werk darüber hinaus mehr und mehr Tenden-zen der poetischen Maskerade und Selbstmythisierung und eine intensive Auseinandersetzung mit der jüdischen Tradition .
     

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