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Literatur des expressionismus

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Heym



Innerhalb des engsten Kanons der ästhetisch wichtigsten und wirkungsreichsten Werke des Expressionismus gilt Georg Heyms Lyrikband Der ewige fag als die erste zentrale selbstständige Veröffentlichung. Die Gedichtsammlung bietet eine extrem pessimistische poetische Deutung der modernen Großstadt, mehr noch, sie zeichnet eine ekelhafte, feindliche, dämonische Welt. Den unterschiedlichsten, zum Teil extrem abstoßenden und schockierenden Literarisierungen von Menschen vom Rand der modernen Gesellschaft, von Tod, Krieg und Apokalypse steht die vitalistische Artikulation eines Drangs nach Befreiung der Menschen in einer über den Einzelnen selbst hinaus weisenden Tat gegenüber. Zu der formalen Traditionalität und Schlichtheit der Texte bildet die fast völlige Zurückdrängung des in der Poesie üblichen lyrischen Ich einen scharfen Kontrast . Postum veröffentlicht wird Heyms zweiter Gedichtband Umbra vitae , der die Tendenzen des ersten noch verschärft. 1913 schließlich erscheint ein Novellenbuch mit dem Titel Der Dieb, dessen Erzählungen durchgängig in Ausnahme-und Extremsituationen menschlichen Daseins, ja an dessen Grenzen führen.
     

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