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Döblin



Alfred Döblin, der bereits 1913 mit Die Ermordung einer Butterblume und andere Erzählungen eine der ästhetisch innovativsten Prosaarbeiten der Epoche vorgelegt hat , veröffentlicht 1929 mit Berlin Alexanderplatz den vermutlich letzten und zugleich vielleicht poetologisch anspruchsvollsten Roman der gesamten Epoche. Die Geschichte vom Franz Biberkopf, so der Untertitel, revolutioniert die deutschsprachige und europäische Prosaliteratur durch eine hochkomplexe Textstruktur und Erzählperspektive, in die neben dem Bericht des Narrators auch Montagen und Collagen aus Wahrnehmungspartikeln der großstädtischen Welt eingehen, Fragmente von Zeitungsartikeln und Radiosendungen, ferner Satzfetzen der Reklame und der Popularkultur zwischen Kneipengesprächen, Schlagerrefrains und Moritatenstrophen. Der Roman führt einerseits in ein ganz spezifisches Milieu, die Kleinkriminellenszene des zeitgenössischen Berlin, welcher der Protagonist nach vielen schweren Kämpfen mit sich und seiner Umwelt letztendlich entrinnen kann, und weist andererseits über diese durch zahllose mythologische Allusionen weit hinaus auf die existentielle Bedrohung des Menschen in der Moderne .
     

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