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Kreatives schreiben
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Schreiben als Therapie



Schreiben als Therapie
Richtig eingesetzt, kann das Aufsc
hreiben, vor allem aber das anschließende Bearbeiten von Texten heilsame Qualitäten entfalten. Voraussetzung ist lange Übung und, zumindest streckenweise, sachkundige Begleitung. Die Grenzen dieser Schreib-Therapie werden ebenfalls aufgezeigt: Wer nur allein schreib [ ... ]
Kreativer und therapeutischer Prozess im Vergleich
Versucht man den kreativen Prozess, etwa beim Schreiben, zu vergleichen mit dem, was während einer Psychotherapie vonstatten geht, so stößt man rasch auf interessante Gemeinsamkeiten. Da ist zunächst die Aufspaltung in ein handelndes Ich (ich nenne das den Inneren Schreiber) und ein beobachtendes Ic [ ... ]
Der kreative Prozess
ist ein vielschichtiges Geschehen, dessen urtümliches Vorbild die sexuelle Fortpflanzung gewesen sein dürfte: Vorher Getrenntes verbindet sich zu einer eigenständigen neuen Schöpfung - Differenzierung und Spaltung führen zu Integration auf einer neuen Ebene. Beim Schreiben wurde das, was in frühere [ ... ]
Der therapeutische Prozess
ist sehr ähnlich dem kreativen Prozess in seiner archaischen Form, dem Erzählen. Er hat vor allem den Sinn, die Einsamkeit abzubauen und den Inneren Dialog durch den Ã"ußeren Dialog (wieder) zu ergänzen. Das Deuten der Inhalte des Dialogs hilft, neue psychische und soziale Strukturen aufzubauen. De [ ... ]
Störungen haben Vorrang
Besonders deutlich wird das große therapeutische Potenzial des Schreibens, wenn jemand Schwierigkeiten ganz konkreter Art mit dem Verfassen von Texten hat. Hier möchte ich zwischen akuten und chronischen Störungen des kreativen Prozesses unterscheiden. Mit einer akuten Störung gehe ich nicht anders [ ... ]
Die LebensReise
Ein konkretes Beispiel ist eine längere Selbsterfahrungs-Schreib-Gruppe (mindestens während fünf Tagen, besser noch als Serie von Wochenenden über mindestens ein Jahr hinweg, noch besser während drei Jahren), die ich »LebensReise« nenne. Das Muster ist, wie oben mit den fünf Phasen beschrieben, stet [ ... ]
Dauer einer Sitzung
Im Gegensatz zu der sonst üblichen psychoanalytischen Einzeltherapiesitzung von 50 Minuten Dauer habe ich für Sitzungen mit Schreiben die Länge der für TZI-Gruppen üblichen Zeit von 90 Minuten eingeführt: - nicht nur, weil ich glaube, dass man in nur 50 Minuten bestenfalls an die wesentlichen Ding [ ... ]
Beschleunigung, Ent-schleunigung und Neuhirn-Computer
Ein Einwand, den ich häufig gegen das Schreiben als Therapeutikum höre, ist der, dass es sich zu sehr »im Kopf« abspiele. Dem kann ich nur entgegenhalten, dass ich genau die gegensätzliche Beobachtung gemacht habe. Gewiss, beim Schreiben ist es leicht möglich, dass ich gefühlsarm oder sogar ziemlich [ ... ]
Notwehr eines Fünfzehnjährigen
Liest man die Autobiographien von Schriftstellern, so wird man selten einen finden, der sich gern in die Isolation des Schreibens begeben hat - oder der jedenfalls gerne drin geblieben ist. Hans Bender hat in seiner Anthologie »Deutsche Jugend« mit 46 Beispielen aus dem Leben ebenso vieler Autoren n [ ... ]
Der alte Mann beginnt zu sprechen
Ich möchte dieses Kapitel mit einem anschaulichen Beispiel aus der Praxis fortführen. Ein junger Mann, der an seiner Doktorarbeit sitzt, sucht meine Hilfe, weil er mit dem Schreiben nicht weiterkommt. Der immer näher rückende Abgabetermin blockiert ihn zusätzlich. Vor allem aber klagt er darüber, d [ ... ]

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