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Kreatives schreiben

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Wissen - Erfahren - Gestalten



Ich habe seine Anregung, die ja aus Beobachtungen des therapeutischen Prozesses entstand, aufgenommen und diese Stichworte für den kreativen Prozess des Schreibens lediglich ein wenig abgewandelt:


- Aus dem »Erinnern« wurde dabei das »Wissen« .
      - Aus »Wiederholen« habe ich »Erfahren« gemacht .
      - Aus dem »Durcharbeiten« wurde das »Gestalten« .
      Bei einem seelisch gestörten Menschen fällt zunächst sein Symptom auf. Wie lärmendes Trommeln übertönt es das übrige Seelenleben des Patienten:
- als grüblerische Zwangsvorstellung einer Mutter beispielsweise, dass sie ihr Kind mit dem Küchenmesser erstechen könnte;
- als hysterische Angst vor Schlangen;

- als klaustrophobisches Erstickungsgefühl im Kino.
      Beim körperlich Kranken ist es meist eine auffällige Veränderung im leiblichen Bereich. Der Magen entwickelt Geschwüre, das Herz gerät aus dem gewohnten Rhythmus, Migräne-Attacken peinigen ihn ... Freud sprach wörtlich von »lärmenden Symptomen«, die seine Aufmerksamkeit erregten. Wenn wir beim Bild des Trom-melns bleiben: Was könnte solcher Lärm ankündigen, worauf könnte er hinweisen - und wovon lenkt er vielleicht gleichzeitig ab?
Der Neurotiker leide an seinen Erinnerungen, entdeckte Freud. Das Fatale ist nur, dass gerade diese Erinnerungen vom be-wussten Erleben gewissermaßen ausgesperrt bleiben. Das Symptom, das »Trommeln« also, wird wahrgenommen, wird vom Kranken freigebig gezeigt. Aber die eigentliche Botschaft, auf die es ankommt, bleibt im Verborgenen, bleibt in jenem geheimnisvollen Bereich, den man in der Psychoanalyse als das »Unbewuss-te« bezeichnet. Es handelt sich dabei um einen Vorgang, der noch weit intensiver ist als bloßes Vergessen. Das ist kein passives Geschehen: Irgendetwas »verdrängt« sehr aktiv die Erinnerungen, wie Freud dies anschaulich nannte: »... der Analysierte erinnert überhaupt nichts von dem Vergessenen und Verdrängten, sondern er agiert es. Er reproduziert es nicht als Erinnerung, sondern als Tat, er wiederholt es, ohne natürlich zu wissen, daß er es wiederholt.«
Die Schreibkunst

Du sollst dein Herz an die Schreibkunst setzen!
Siehe, da ist nichts, das über die Schreibkunst geht. Die Schreibkunst - du sollst sie mehr lieben als deine Mutter.
      Schönheit wird vor deinem Angesicht sein. Größer ist sie alsjedes andere Amt, sie hat im Lande nicht ihresgleichen.
     

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