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Frankensteins Geburt



Es gibt für die schreibende Selbsterfahrung in der Gruppe übrigens ein historisches Vorbild: Im Sommer 1816 trafen sich in der Villa Diodati am Genfer See vier Literaten, um gemeinsam, aber jede für sich an eigenen Texten zu arbeiten. Es waren dies: Lord Byron, Percy Bysshe Shelley, dessen Frau Mary Godwin und Byrons Arzt John Polidori.
      Angeregt von der Lektüre von Gespenstergeschichten, die man sich abends am Kaminfeuer vorgelesen hatte, schlug Byron vor, jeder der Gäste solle eine Schauergeschichte schreiben. Nach einer Periode »blanker Einfallslosigkeit«, erst in einem »halb schlafenden, halb wachen« Zustand, kam Mary Shelley dann der zündende Einfall: Die Geschichte vom besessenen Wissenschaftler Dr. Frankenstein, der einen künstlichen Menschen aus Leichenteilen schaffen will, wurde geboren. Der Selbsterfahrungsanteil dieser schrecklichen Erzählung ist bekannt: Die Autorin hatte vorher auf tragische Weise zweimal ein Baby verloren, und eine literarisch-psychologische Analyse dieses Welt-Bestsellers und »ersten Science-fiction-Roman« zeigt deutlich die Spuren dieser Tragödie und den Versuch, sie schreibend aufzuarbeiten.
     

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Frankensteins  Geburt    





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