Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


Kontextualisierung von Literatur
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Kontextualisierung von Literatur



Kultur und Medien
Der englische Philosoph John Locke berichtet in seinem Essay Concern-ing Human Understanding (1690) von einer Begebenheit des 17. Jah
rhunderts, die auf den ersten Blick vergnüglich erscheint, aber bei näherer Betrachtung zur Verzweiflung treiben kann: "As it happened to a Dutch ambassador, who ente
Der Zwiespalt des Begriffs «Kultur»
Kultur ist dem Wort und der Sache nach entstanden aus der Pflege des Landes beim Ackerbau. Colo, colui, cultum sind Flexionsformen des lateinischen Verbs mit der Bedeutung ; heißt die Landwirtschaft im englisch- und französischsprachigen Raum. Auch wir reden davon, unfruchtbaren Boden zu . Kultur i
Die Wirkung der Kulturentstehungsmythen
Biblische Erzählung und sokratischer Dialog bringen alternative Vorstellungen der Mensch- und Kulturwerdung auf gegensätzliche Weise zum Ausdruck: das Alte Testament Normen setzend und monologisch, Piatons Protagoras Regeln diskutierend, Standpunkte austauschend und dialogisch. Indem sie zu Bezu
Schrift als Gedächtnisspeicher
Der Literaturwissenschaftler konzentriert sich weitgehend auf Schriftzeugnisse. Er befindet sich jedoch nicht in der gleichen Situation wie der Schreibende. «Texte gehören zwei zeitlich getrennten Situationen an und sind von situationsunabhängiger Dauer» (Weimar 1980, S. 39). An diesem Tatbestand de
Der Buchdruck ermöglicht einen neuen Denkstil
Es ist nicht leicht, Prozesse, die sich den Gewohnheiten unserer Wahrnehmung tief eingeprägt haben, zu beobachten. Seit ca. sechs Jahrhunderten gehören maschinell gedruckte Texte zur Welt, und wir haben vergessen, auf welche Weise das Medium des Buchdrucks unseren Denkstil, die Art unserer Orient
Schriftkultur und neue Medien
Ende des 19. Jahrhunderts gerät der gedruckte Text zunehmend in Konkurrenz zu anderen Medien. War die Forderung nach präziser Wiedergabe von Bewegungsabläufen und naturgetreuer Nachbildung der Geräusche und Klangfarbe der Sprache, die die Naturalisten zu ihrem Programm gemacht hatten, nicht besser i
Literatur als Reflexionsraum neuer Medien
«Der Leser ist einsam. Seitdem die Dichtung zur gedruckten Literatur wurde, bilden aufgeschlagenes Buch und gesenkter Kopf ein privilegiertes Paar», heißt es in dem Buch Leselust und Bildermacht, in dem Hubert Winkels die Stellung der Literatur in ihrer Konkurrenz zu den elektronischen Medien erläut
Literatur, Intertextualität und Historische Diskursanalyse
Bislang wurden die Notwendigkeit und der Nutzen der Kontextualisie-rung von Literatur anhand von sehr grundlegenden Aspekten untersucht, wie sie zum größten Teil für alle Arten von kulturellen Ã"ußerungen und Medien gelten. Darüber hinaus hat die Literaturwissenschaft aber auch spezifische Verfahren
Gattungskonzepte
Ob man Shakespeares Theaterstücke für Meisterwerke oder ein unausgewogenes Durcheinander hält, hängt von der jeweiligen Literatur- und Dramenauffassung und den diesen zugrunde liegenden Normen und Werten ab (vgl. 2.5). Diese Normen und Werte kann man teilen oder nicht - ihre Richtigkeit lässt sich e
Der Nutzen der Literaturgeschichte
Legt man einem Kenner ein unbekanntes Musikstück vor, so wird er es historisch ungefähr zuordnen können. Das Gleiche gilt für Literatur. Dieser Einbettung von Texten in Geschichte und von Geschichte in Texten widmet sich die Literaturgeschichtsschreibung. Wissenschaftliche Darstellungen wie Liter
Was heißt Kontext?
Es ist leicht, zu behaupten, jedes Werk der Literatur sei in einen Kontext eingebettet. Es muss aber geklärt werden, woraus dieser Kontext besteht und wie die «Einbettung» wissenschaftlich nachgewiesen werden könnte. Die Schwierigkeit besteht darin, dass es praktisch nichts gibt, was man für die
Intertextualität
Intertextualität bezeichnet den Umstand, dass ein literarischer Text an Vorläufertexte (Prätexte) anknüpft und sich im Austausch mit anderen Texten befindet. Man unterscheidet ein enges von einem weiten Verständnis der Intertextualität. Die enge Version hält an der traditionellen Auffassung von «Au
Seelandschaft mit Pocahontas
Wenn ein Schriftsteller über die Liebesleidenschaft eines «weißen Mannes» zu einer «roten Frau» zu schreiben beginnt, sitzt er nicht vor einem leeren Blatt Papier. Seine Schreibunterlage ist gleichsam voll gekritzelt, bevor er den ersten Buchstaben aufs Papier bringt. Er begibt sich in ein Dickicht
Historische Diskursanalyse
Je weiter weg sich die Intertextualität vom Nachweis von spezifischen Bezügen zwischen einzelnen Texten oder kulturellen Phänomenen begibt, desto näher gerät sie an das, was in den letzten Jahrzehnten unter dem Stichwort der Diskursanalyse gefasst werden kann. Das Wort «Dis- kurs» kommt vom lateini
Stoffgebiete der historischen Diskursanalyse
Die Studie Giftmordwissen und Giftmörderinnen (Weiler 1998) untersucht, wie sich seit dem 18. Jahrhundert ein besonderes kriminologisches Wissen in Gesellschaft, Wissenschaft und Medien herausbildete, das zwei Prototypen der Giftmörderin konstituierte, auf die später immer wieder zurückgegriffen wir
Nomaden durchkreuzen Ordnungsräume
Am Beispiel einer Analyse des «Nomadischen» in der Weimarer Republik (Gerhard 1998) soll das Verfahren der Historischen Diskursanalyse dargestellt werden. 1930 erscheint Lion Feuchtwangers Roman Erfolg. Drei Jahre Geschichte einer Provinz. Er schildert den turbulenten Anfang der 1920er Jahre in Bay
Merkmale der historischen Diskursanalyse
Das Interesse der historischen Diskursanalyse richtet sich nicht auf die Gipfelliteratur, die in den Literaturgeschichten aufbewahrt und gepflegt wird. Was in der Tradition der Textauslegung bisher vernachlässigt worden ist, was dem Vergessen ausgeliefert in Archiven verstaubte, besitzt für sie groß

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