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Zwischenspiel



Theatralische Darstellung , —»Singspiele oder BallettszeneN), die zwischen den -♦Akten eines Bühnenwerks aufgeführt wurden. Zwischenspiele folgtenoft dem Bedürfnis der Zuschauer, z.B. tragische oder religiöse Stücke durch gegenteilige, also komische oder besonders weltliche Formen, zu kommentieren. Im altgriechischen —»Drama wurden Stasi-ma, Standlieder, vom —* Chor gesungen, die keinen Bezug zur Handlung des Dramas aufwiesen und als —» Zäsuren zwischen den Akten dienten. Das spanische Theater entwickelte im 17. Jahrhundert den Entremds als kleinen dramatischen Scherz mit Szenen aus der Volkskultur zwischen den Akten der großen Stücke. In Italien wurden aus den —»Intermezzi, die zwischen den Akten ernster Schauspiele oder —»Opern aufgeführt wurden, erst kleinere Ballettstücke, im 18. Jahrhundert dann diesehr beliebte, eigenständige Form der Opera buffa. Das französische Intermede, das mit der Wiederentdeckung antiker Dramen im 16. Jahrhundert entstand, betonte vor allem die tänzerische Komponente. In England hießen die Zwischenspiele Interludes, die sich auf dem Kontinent zu Clownsszenen und Hanswurstiaden entwickelten . In Deutschland, wo die Interludes der englischen Komödianten verbreitet waren, bestand das Zwischenspiel häufig aus komischen Einlagen zu -»Mysterienspielen, —»Trauerspielen oder —>Haupt- und Staatsaktionen. Im deutschsprachigen Raum wurde das Zwischenspiel keine eigenständige Form, es wurde später durch die Zwischenmusik abgelöst.
     


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