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Xenien



Einziges Wort mit x in —* Literaturlexika. Diese literarischen Aufmerksamkeiten wurden in der —»Antike in Form von —»Distichen als Beigaben zu Gastgeschenken überreicht. Im 13. Buchseiner—» Epigramme berichtet der römische Dichter Martial von einem Brauch, Xenien zu den Saturnalien als Spottverse zu verschenken. Diese Tradition wurde später von Johann Wolfgang Goethe und Friedrich Schiller wiederaufgenommen. Ihre insgesamt 926 gemeinsam verfaßten «Xenien» erschienen im Oktober 1796 in Schillers «Musenalmanach für das Jahr 1796». Dort gehen die beiden Dichter in prononciert-parodisti-scher Form mit den Kritikern der von Schiller gegründeten Zeitschrift «Die Hören» ins Gericht. Ironisch schrieb Goethe seit 1795 besonders aggressive Xenien, die er «Zahme Xenien» nannte. Auch Karl Leberecht Immermann verfaßte Xenien, die gegen zeitgenössische Schriftsteller gerichtet waren. 1977 wurden aus dem Nachlaß des Dichters Johannes Bo-browski literarische Boshaftigkeitenunter dem Titel «Literarisches Klima. Ganz neue Xenien» veröffentlicht.
     


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