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Volkslied



Die Bezeichnung wurde von Johann Gottfried Herder in Anlehnung an den englischen populär —»Song für Lieder geprägt, die mündlich überliefert wurden und von unterschiedlichen Volksschichten und -gruppen gesungen werden. Die Unterscheidung zwischen meist —»anonym verbreiteten Volksliedern und von namentlich bekannten Autoren stammenden Liedern und Gedichten bestand schon im—» Mittelalter. «Vulgares cantiones» oder «rustica carmi-na» hießen die zur Volkskultur gehörigen Lieder, später rechnet man u. a. Straßenlieder, Landsknechtslieder, Bauernlieder, Gassenhauer zum anonymen Liedgut. Mit Herders «Stimmen der Völker in Liedern» begann eine vor allem in der —»Romantik verbreitete Faszination und Sammeltätigkeit. Die Vorstellung der Romantiker und späterer Verehrer von Volksliedern, diese Lieder seien ohne Mitwirkung einzelner Autoren kollektiv im Volk entstanden, ist allerdings nicht zutreffend. An vielen Beispielen konnte nachgewiesen werden, daß zuvor verfaßte Kunstlieder den im Laufe der Zeit veränderten Volksliedern zugrunde liegen. Die einheitliche Bezeichnung Volkslied verdeckt zudem die Tatsache, daß die unterschiedlichsten Lieder von verschiedenen Gruppen und Altersstufen zu verschiedenen Anlässen gesungen wurden. Vorallemro-mantische und spätromantische Dichter schrieben Lieder, die später zu Volksliedern wurden. Die Volksliedstrophe ist meist vierzeilig, vier- oder dreihebig, oft mit wechselnd weiblichem und männlichem —»Reim. Eine der bekanntesten Volksliedersammlungen ist «Des Knaben Wunderhorn» von Achim von Arnim und Clemens Brentano.

     


Volkslied und volksballade

Schon in der ritterlichen Zeit bemächtigte sich das Volk des Minneliedes, das nun auf anderem Boden und in anderer Luft weitergedieh. Jetzt wurde es nicht mehr vom Ritter, sondern von Angehörigen des Volkes, von Handwerkern, Schulmeistern, Soldaten, Jägern gesungen oder neu gedichtet, wanderte von M .....
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Index » DIE DICHTUNG DER RITTERLICHEN WELT

Volkslied: röslein auf der heiden -johann wolfgang goethe (i749-i832): heidenröslein

Röslein auf der Heiden Sie gleicht wohl einem Rosenstock Drum g liebt sie mir im Herzen; Sie trägt auch einen roten Rock Kann züchtig, freundlich scherzen; Sie blühet wie ein Röselein, Die Bäcklein wie das Mündelein; Liebst du mich, so lieb ich dich, Röslein auf der Heiden. Der die Röslein wird br .....
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Index » Stationen der deutschen Lyrik » Der lange Atem des Volkslieds

Johann gottfried herder: volkslieder

Entstehung Im September 1773 kündigte Herder dem Verleger Hartknoch in Riga 'ein Bändchen alte Volkslieder" an. Es war eine Sammlung in zwei Teilen, deren jeder in zwei Bücher unterteilt war. Der erste Teil war überschrieben Englisch und Deutsch, der zweite Englisch-Nordisch und Deutsch. I. 1 enthi .....
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Index » Sturm und Drang Epoche » Lyrik

Siebenbürgisch-sächisches volkslied - der drum - der traum

DER DRUM Ech gang an mänes Vueters Guerten niderlua und schliufa, ech draeme mer a Draemeleng, at schnuat iwer mech; ja, ja, at schnuat iwer mech. Et bläten ok drua Ruiselenj, da hangen iwer mech, diu nüm ech da drua Ruiselenj und bund mer ene Krunz; ja, ja, und bund mer ane Krunz. Und da .....
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Banater volkslied - ich bin e schwob

Ich bin e Schwob vum Schwoweland, Ich hau fünf Finger an jeder Hand, Esse un trinke kann ich gut Un rede tu ich wie s mer kummt. Die Banater große Buwe, Die sin so maschtich wie die Ruwe, Un wann se gehn uf de Kerweihball — Na so was find t mer net üwerall! Un wann se fahre in de Plug, No ste .....
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Wolfgang steinitz - deutsche volkslieder demokratischen charakters aus sechs jahrhunderten

[•••] Das Volkslied wird vom werktätigen Volke getragen, das an seiner Gestaltung schöpferisch teilnimmt, mitarbeitet. Ohne diese Mitarbeit gibt es meines Erachtens kein Volkslied. Die Teilnahme oder Mitarbeit drückt sich am untrüglichsten und eindeutigsten in den Varianten aus, im Umsingen, .....
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Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Johann gottfried herder - volkslieder. zweiter teil

[...] Endlich kann ich nicht umhin, noch mit ein paar Worten merken zu lassen, was ich für das Wesen des Liedes halte. Nicht Zusammensetzung desselben als eines Gemäldes niedlicher Farben, auch glaube ich nicht, daß der Glanz und die Politur seine einzige und Hauptvollkommenheit sei: sie ists nämli .....
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Ludwig achim von arnim - von volksliedern â–  an kapellmeister reichardt

[...] Ein schönes Lied in schlechter Melodie behält sich nicht, und ein schlechtes Lied in schöner Melodie verhält sich und verfängt sich, bis es herausgelacht; wie ein Labyrinth ist es: einmal hinein, müssen wir wohl weiter; aber aus Furcht vor dem Lindwurm, der drin eingesperrt, suchen wir gleich .....
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