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Verlag



Wirtschaftsunternehmen, das sich mit der Planung und Produktion von Büchern, —»Zeitschriften, —» Zeitungen,Noten usw. beschäftigt. Der Verlag regelt im einzelnen die Abläufe, die für die Herstellung der Druckwerke nötig sind. Mittlere und größere Buchverlage bestehen in der Regel aus mehreren Abteilungen, dem Lektorat, der Herstellungs- und der Vertriebs- und Werbeabteilung sowie der allgemeinen Verwaltung und Buch-haltung, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen . Im Lektorat werden die Buchproduktion geplant, eingehende —»Manuskripte geprüft und angenomme bearbeitet. Darüber hinaus pflegt der Lektor den Kontakt zu den Autoren. In der Herstellungsabteilung und der Umschlagredaktion wird die äußere Gestalt des Buches im einzelnen festgelegt, bevor das Manuskript an die Setzerei weitergeleitet wird und später die Druckfahnen in die Druckerei gehen. In vielen Fällen gehören Setzerei und Druckerei nicht zum Verlag, sondern sind eigenständige Unternehmen. Auch die graphische Gestaltung wird häufig an selbständige Firmen weitergegeben.

      Die Vertriebs- und Werbeabteilung ist für die Kontakte zum Sortimentsbuchhandel und zu den öffentlichen Medien zuständig. Sie versorgt die Buchhandlungen mit Werbematerial und die Rezensenten mit —> Besprechungsexemplaren . Außerdem sammelt sie die Buchbesprechungen und leitet sie an die Autoren weiter.
      Wichtig sind die Verlagsvertreter, die das Buchprogramm den einzelnen Buchhandlungen vorstellen und Bestellungen aufnehmen. Sie sind meist nicht beim Verlag angestellt, sondern arbeiten auf selbständiger Basis. Zum Verlag gehört normalerweise die Auslieferung. In manchen Fällen wird die Auslieferung auch von eigenständigen, nicht zum Verlag gehörenden Unternehmen übernommen. Sie führt Bestellungen aus und versorgt die Buchhandlungen mit Büchern. Häufig wird die Auslieferung den auf die Verteilung großer Buchmengen eingestellten Barsortimenten übergeben. -Verlage im heutigen Sinne entstanden im 17. und 18. Jahrhundert. Während davor die Drucker auch für die Verbreitung der Druckwerke sorgten, mußten mit zunehmender Buchproduktion kapitalkräftige Unternehmer die gesamte Buchherstellung vorfinanzieren . Damit erwarben sich die Verleger gleichzeitig einen bedeutenden Einfluß, denn sie konnten bestimmen, was verlegt werden sollte. Das wurde von manchen Autoren als Behinderung empfunden, so daß in einigen Fällen versucht wurde, die Bücher im —> Selbstverlag herzustellen und zu vertreiben. Doch diese Unternehmungen scheiterten rasch. Vom 18. Jahrhundert an weist die Geschichte des Buchhandels eine ganze Reihe von Verlegerpersönlichkeiten auf, die maßgeblich zur Entwicklung und Förderung der Literatur beigetragen haben.
     


Südostdeutscher autor - binnendeutscher verlag - binnendeutscher leser

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Torwächter 'verlagsvertreterln, vertrieb

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Die verlage

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Verlage

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Verlag, buchhandel, bibliothek

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Index » Realisierungsformen des Literarischen

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