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Sprachgesellschaften



In der Zeit des —> Barock verbreitete Vereinigungen von adligen, aber auch bürgerlichen Dichtern und Gelehrten, die sich die Förderung und Pflege der deutschen Sprache zum Ziel gesetzt haben. Die Sprachgesellschaften waren an der Schaffung einer einheitlichen deutschen Literatursprache maßgeblich beteiligt und erarbeiteten Wörterbücher, Grammatiken und-»Poetiken. Die deutschen Sprachgesellschaften folgten französischen und italienischen Vorbildern, unter denen die 1582 in Florenz gegründete «Accademia dell Crusca» die bedeutendste war. Die erste und wichtigste Gesellschaft in Deutschland war die «Fruchtbringende Gesellschaft», die 1617 in Weimar gegründet wurde. Ihr folgten 1633 die «Aufrichtige Gesellschaft von den Tannen» , die «Teutschge-sinnte Genossenschaft» in Hamburg, der Nürnberger «Orden der Gesellschaft der Pegnitzschäfer» , der «Elbschwanenorden» und schließlich 1677 die «Deutschübende poetische Gesellschaft» in Leipzig.
      Fast alle Dichter und literarischen Fachleute gehörten in der Barockzeit einer Sprachgesellschaft an. Ungeachtet der manchmal übertriebenen Bemühungen um sprachliche war der Anteil der

Sprachgesellschaften am Zustandekommen einer einheitlichen deutschen Literatursprache und der Formulierung verbindlicher Regeln groß. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts hatten sich die Aufgaben und Funktionen der Sprachgesellschaften größtenteils erübrigt.
     


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