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Saga



Die Saga ist eine kunstvolle, im mittelalterlichen Island entstandene und gepflegte Prosaerzählung, in deren Mittelpunkt bestimmte Personen oder Ereignisse aus der Zeit der Besiedlung der Insel stehen. Aufgeschrieben wurden die mündlich überlieferten, in realistisch-sachlichem Stil abgefaßten Geschichten im 12., hauptsächlich aber im 13. Jahrhundert. Die Verfasser sind unbekannt. Ob die Verfasser die in schriftloser Zeit entstandenen —»Erzählungen lediglich aufgeschrieben oder aus den im Volke umgehenden Geschichten ein eigenes, in sich geschlossenes Kunstprodukt komponiert haben, ist in der Forschung umstritten. Ein weiteres Rätsel wird bleiben, wie sich in dieser entlegenen Gegend eine im Vergleich mit der Literatur des übrigen Europa so hochwertige Gattung herausbilden konnte.


      Die Sögur berichten nämlich nurz. T. chronikartig von den Ereignissen. Ihr Reiz und literarischer Wert liegt in der vielschichtigen Charakterzeichnung der —»Helden, indem u. a. die Motive für deren Handeln beleuchtet werden. Selbst ein ausgesprochener Gewaltmensch wie der ruhelose Grettir, der von Kampf zu Kampf getrieben wird und eine große Anzahl von Widersachern tötet, wird menschlich als Entwurzelter, im Grunde als Melancholiker geschildert. Neben der «Grettir-Saga» gehören die «Saga vom weisen Njal», die «Egils-Saga», die «Gisli-Saga» sowie die kurze, aber kunstvoll abgerundete «Gunnlaugs-Saga» zu den gelungensten der Gattung. Insgesamt sind ca. 40 Sögur überliefert. Sie geben in ihrer Gesamtheit betrachtet ein lebendiges Bild vom harten Leben der Besiedler Islands, die zum größten Teil Adlige aus Norwegen waren. Auf der Flucht vordem despotischen König Harald Harfagr , der etwa um 885 in Norwegen an die Macht kam, zogen diese freiheitsgewohnten Fürsten das Leben in der Fremde vor. Doch die Sögur spielen nicht ausschließlich auf Island, sondern berichten auch von Reisen, z. B. nach
Norwegen, und erwähnen Fahrten bis ins ferne Konstantinopel. Mit unserem Begriff von —»Sage hat die Saga nichts zu tun. Als Mittelding zwischen Chronik und spannender —»Unterhaltungsliteratur steht sie historisch neben den großen Epen des europäischen —» Mittelalters, ohne daß es zwischen diesen Literaturgattungen zu Berührungen oder gegenseitiger Befruchtung gekommen wäre. Kein anderes Volk Europas kann im Mittelalter ähnliches auf dem Gebiet der Kunstprosa vorweisen.
      Heute wird der Begriff auch für großangelegte Familien- oder Sippengeschichten verwendet .
     


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Jugendbuch: wolfsaga (recheis i994)

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