Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


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Rezeption




Allgemein bedeutet Rezeption als Gegenteil von Produktion die Aufnahme, Wahrnehmung oder intellektuell-emotionale Verarbeitung eines Kunstwerks durch Leser, Zuschauer, Hörer oder Betrachter. Auch den längeren Prozeß der Wirkung einer -»Epoche auf eine andere, eines Stils etc. auf einen anderen nennt man Rezeption. So spricht man von Johann Wolfgang Goethes Shakespeare-Rezeption oder von der Rezeption der —»Antike durch die —»Renaissance. Auf Literatur bezogen meint Rezeption zunächst den Vorgang der Lektüre. Die Leseforschung befaßt sich mit allen individuellen und institutionellen Bedingungen der Lektüre, zum Beispiel auch mit der physiologischen Seite des Lesevorgangs. Die Augen folgen der Zeile nicht gleichmäßig, sondern erfassen die gedruckten Sätze in Zickzack-Bewegungen von unterschiedlicher Dauer. Das läßt Rückschlüsse auf den komplizierten Vorgang der Informationsverarbei-tung während der Lektüre zu. Diese Art von Leseforschung kann über die Rezeption von Literatur wichtige Aufschlüsse geben, sie beschäftigt sich aber nicht mit dem ästhetischen Charakter von Texten. Dies tut die —>Rezeptionsästhetik. Jean-Paul Sartre beschreibt in «Was ist Literatur?» , daß zum Text ebenso notwendig wie der Autor der Leser gehört: «...der Vorgang des Schreibens schließt als dialektisches Korrelativ den Vorgang des Lesens ein, und diese beiden zusammenhängenden Akte verlangen zwei verschieden tätige Menschen... Kunst gibt es nur für und durch den anderen. Ein Kunstwerk Appellcharakter, ...es fordert den Leser heraus... Der Leser muß... in einer fortgesetzten Ãœberwindung des Geschriebenen erfinden.» Gleichzeitig bleibt er an die Vorlage gebunden. «Ein sanfter Zwang begleitet uns und ist uns von der ersten bis zur letzten Seite behilflich.» Dabei ist von unterschiedlichen Voraussetzungen bei den Lesern auszugehen. Roland Barthes beschreibt die Tätigkeit der Leser: «Ein und dieselbe Redeweise mobilisiert unterschiedliche Leseweisen.» Die Leser orientieren sich an «Sprache..., Praktiken und Techniken» sowie am Text. Die Rezeptionsästhetik erforscht daher die Wirkungsgeschichte eines Buches, unterschiedliche Erwartungen, die zu geschichtlich verschiedenen Zeiten an ein Werk herangetragen werden, die Rezeptionsunterschiede, die sich durch die Klassenunterschiede beim Lesepublikum erklären. Ein weiteres Interesse der Rezeptionsforschung ist die Manipulierbarkeit des Publikums durch Einrichtungen wie Buchhan-del ,—»Buchgemeinschaften und deren Vermarktungsstrategien. Konkretes Anschauungsmaterial kann die wohl einmalige Geschichte der Rezeption Hermann Hesses geben.

      Hermann Hesse durchlebte nach einer idyllischen Kindheit eine aufregende Jugendzeit. Die Eltern hatten den Pfarrerberuf für ihn vorgesehen, er entschied sich aber für die Schrift-stellerei und verbuchte mit der Veröffentlichung seines Romans «Peter Camenzind» augenblicklich einen Welterfolg. Dreißig Auflagen wurden innerhalb von zwei Jahren verkauft, der Autor konnte seine Tätigkeit als Buchhändler aufgeben und sich ganz dem Schreiben wid-men. Er wurde viel gelesen und mit Joseph von Eichendorff und Gott- fried Keller verglichen. In der Kritik wurde er als zwar «anregender», je- doch nicht gerade «tiefgreifender» Autor gehandelt. Dieser Höhenflug ist mit dem Ersten Weltkrieg zu En- de. Hesse entscheidet sich gegen den Krieg - für den Pazifismus und arbeitet in der Kriegsfürsorge . Er schreibt gegen den Krieg, was seine bisherige Leserschaft nicht akzeptiert. Deutsche Buchhändler nahmen seine Titel aus den Schaufenstern und Regalen. Hesse beginnt eine Psychoanalyse und veröffentlicht seinen «Demian» . Der Erste Weltkrieg ist zu Ende, die enttäuschten Kriegsheimkehrer und -Verlierer greifen den Roman begeistert auf. Allerdings schwankt die Rezeption. Fanatische Patrioten reagieren äußerst verstimmt auf «Demian» und richten Haß- und Drohbriefe an Hesse. Hesse ist zu diesem
Zeitpunkt sehr berühmt. Trotzdem wird «Siddharta» vom Publikum mit Schweigen aufgenommen. «Der Steppenwolf» wird 1927 mit Begeisterung gelesen und gleichzeitig verdammt. Hesse stellt locker den Gebrauch von Alkohol und Drogen dar, sein Held gibt sich sexuellen Ausschweifungen hin und verkehrt im Halbweltmilieu, er hört sogar gerne Jazz. Während des Faschismus bleibt Hesse mit seinen anerkannten und umstrittenen Titeln auf dem Markt und verkauft sie millionenfach. Dieser Erfolg ist für Hesse mit einem Dilemma verbunden. Die Nationalsozialisten sehen in ihm den Verräter, denn er hat den Ersten Weltkrieg nicht unterstützt, die Emigranten dagegen werfen ihm seine unpolitische Einstellung vor, denn Hesse bricht nicht offen mit den Nationalsozialisten. Ab 1943 werden seine Bücher wegen «Papierknappheit» nicht mehr aufgelegt. 1946 bringt ihm «Das Glasperlenspiel» den Nobelpreis ein. Diese internationale Ehrung verschafft ihm perspektivisch neue Leser. Die junge Generation wendet sich jedoch von ihm ab und sieht in ihm einen passiven Mitläufer des Faschismus. Allerdings ist Hesse zu diesem Zeitpunkt in der DDR gleichzeitig sehr beliebt und wird unter dem Etikett des «Humanismus» zu den fortschrittlichen Autoren gezählt. «Narziß und Goldmund» wird sehr gut verkauft. Im Westen liest man vor allem in Japan und den USA Hesse . Obwohl zu seinen Lebzeiten amerikanische Kritik und Leser wenig für ihn übrig hatten, brauchte die Jugendbewegung der sechziger Jahre dringend ein Symbol und fand es in Hermann Hesse. Hesse hatte in seinen Romanen fast ausschließlich für und über die Jugend geschrieben, sich mit dem Problem der Identifikationssuche auseinandergesetzt, subtil gegen den Kapitalismus und seine Folgen protestiert und war somit für alle Zweige und Ausformungen dieser Jugendbewegung brauchbar. Die Radikalen und politisch Aktiven konnten sich mit den Figuren in Hesses Romanen auseinandersetzen, die gegen die herrschende Ordnung revoltieren. Die unpolitischen Teile der Jugendbewegung, die den weichen Kurs wählten und sich in Kommunen dem Zugriff des Systems entzogen, hatten ihren Guru in Hesse selbst. Er bejahte Drogenkonsum, Psychoanalyse, Innerlichkeit und Seele und war den asiatischen Religionen, Mystik und Metaphysik zugewandt. Drogenapostel Timothy Leary empfahl «Siddharta» für die LSD-Sitzungen und «Steppenwolf» als Handbuch für den Drogenkonsum. Möglicherweise in Reaktion auf die amerikanische Rezeption wird Hesse während der siebziger Jahre auch in der Bundesrepublik wieder viel gelesen. Abkehr von den radikal-politischen Zielen der Studentenbewegung, Wunsch nach Neuorientierung und ein Aufflackern von Innerlichkeit? Bis zum heutigen Tag sind Hesse-Neuauflagen in Deutschland millionenfach verkauft worden. Darüber hinaus scheint eine weltweite Hesse-Rezeption unaufhaltsam: Hesses Werke sind bereits in 35 Sprachen übersetzt. Der legendäre «Siddharta» ist dank —»Ãœbersetzung in sein Heimatland zurückgekehrt - er wurde in zwölf indische Dialekte übertragen. Und auch in der Sowjetunion und in Südamerika wurden kleine Auflagen dieses Titels verkauft.
     


Kopernikus-rezeption in der frühen neuzeit

Das nur vorsichtig vorgetragene wissenschaftliche Ethos, das Kopernikus Methodendenken begründet, bildet den Ausgangspunkt für Giordano Brunos produktive Auseinandersetzung mit der neuen Astronomie. In seinen Dialoghi de V infinito uni-verso et mondi aus dem Jahr 1584 begegnet man erstmals dem Vers .....
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Index » Ideen- und wirkungsgeschichtliche Aspekte der Epoche » Das neue Weltbild der Naturwissenschaften

Heideggers romankritik und ihre rezeption

Zu den erbitterten Gegnern des Romans gehören die zeitgenössischen Theologen. Ihr entschiedenster Anwalt ist der calvinistische Zürcher Pfarrer Gotthard Heidegger, dessen Mythoscopia romantica eine ebenso intelligente wie polemisch zugespitzte Generalkritik der Gattung bietet. Heidegger mobilisiert .....
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Index » FABEL, ERZAHLUNG, ROMAN » Roman der Frühaufklärung

Die rezeption des biedermeier (i8i5-i848)

Programmatisch wendet sich der Bürgerliche Realismus in seiner Entstehungsphase gegen Finde der 1840er Jahre sowohl gegen die politisch fortschrittlichen Autoren des Vormärz als auch gegen das traditionale Biedermeier. Als Epochenbezeichnung rückt das Biedermeier, das literaturhistorisch dem Bürgerl .....
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Index » Bürgerlicher Realismus » Literarische Voraussetzungen

Rezeption in der hitlerzeit

Unter welchen Umständen im Dritten Reich für die Novelle die Druckerlaubnis erreicht wurde und welche Aufnahme sie im einzelnen fand, ist bisher nicht zureichend genau untersucht. Bedingt durch die Konzentration auf die Beschreibung des Werkes als Sprachkunst und auf die Diskussion seiner existentie .....
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Zeitgenössische rezeption

Marcel Reich-Ranicki, maßgebender Literaturkritiker der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und darüber hinaus, ließ ab 24. 1. 1978 „Ein fliehendes Pferd" in Fortsetzungen abdrucken und eröffnete den Abdruck mit einer Vorrezension, überschrieben „Walsers Glanzstück". Er zitierte dabei sich selbst, jenen .....
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Einfluß-, wirkungs-, und rezeptionsforschung

a) Zum Begriffsverständnis Während bisher das Fach in seinen Grundlagen vorgestellt wurde, wird es nun darum gehen, seine speziellen Arbeitsbereiche zu umreißen und ihr jeweiliges Vorgehen zu charakterisieren. Anhand der bisherigen Darlegungen sollte hervortreten, welch breites Spektrum von literat .....
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Index » Vergleich der Literaturen

Der literarische text als rezeptionsvorgabe

Die litcraturwisscnschalllichc Rezepiionsthcorie untersucht die Beziehungen und Determinationsfaktoren im Verhältnis IT.XT - I.LSLR - WIRKLICHKEIT. Sie fragt danach, wer warum wie versteht und erarbeitet Kriterien und Verfahren für eine an den tatsächlichen oder potentiellen Wirkungen der Literatur .....
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Index » Literaturinterpretation » Text - Leser - Wirklichkeit: Rezeptionsästhetische Analyse

Rezeptionsbedingungen fiktionaler texte

Die konstitutiven Rezeptionsbedingungen fiktionaler Texte sind in den 1970er Jahren im Zusammenhang mit der sich entwickelnden rezeptionsästhetischen und der wirkungsgeschichtlichen Diskussion in der Literaturwissenschaft eingehender untersucht worden. Das hängt damit zusammen, dass die »rezeptive A .....
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Modell der textrezeption

Die Rekonstruktion von Rezeptionsbedingungen auf der Grundlage eines aktuellen Rezeptionsvorgangs setzt voraus, dass es einen Komplex notwendiger und erkennbarer Beziehungen zwischen den Rezeptionsbedingungen, den gegenständlichen Eigenschaften der Rezeptionsvorgabe und dem Rezep-tionsresultaf gib .....
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Zugänge zur rezeptionsästhetischen analyse

Die rezeptionsästhetische Analyse fragt nach den Bedingungen der Sinnkonstitution im Lese-Vorgang und dem Zustandekommen der ästhetischen Rrfahrung. Damit sind zwei unterschiedliche Aspekte angesprochen, deren einer die den Lese-Vorgang leitenden Orientierungen sowie die Textstruktur berührt und der .....
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Rezeptionsverhalten gegenüber fiktionalen texten

Die systematische Beschreibung von Fiktionssignalen im letzten Abschnitt betrifft die Frage, wie der Rezipient die Fiktionalität eines Textes erkennt. Das fiktionstheoretisch weiterführende Problem besteht jedoch in der Beschreibung eines fiktions-adäquaten Rezeptionsverhaltens. Die fiktionsspezifis .....
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Rezeption von fiktionalen texten und emotionale reaktionen

Walton wendet seine make-believe-Theom als allgemeine Theorie der Rezeption fiktionaler Texte auch auf die möglichen Formen emotionaler Teilnahme des Lesers während des Rezeptionsprozesses an. Nach Waltons Ansicht erlaubt die Theorie des make-helieve, die unterschiedlichen Phänomene des 'being caugh .....
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Die doppelstruktur der rezeption fiktionaler texte: partizipation und distanz

Das Rezeptionsverhalten von Lesern fiktionaler Texte ist mit der explizierten Teilnahme am eigenen make-believe-Spc noch nicht ausreichend beschrieben. Bisher wurde hauptsächlich die Komponente des make-believe thematisiert, im folgenden gilt es den Aspekt des Spiels 5 genauer in den Blick zu nehmen .....
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Rezeption fiktionaler texte und exemplifikation

Die Frage nach fiktionsspezifischen Gründen für die Wertschätzung literarischer Fiktion soll im folgenden in Form einer Gegenüberstellung der explizierten erzähltheoretischen Interpretation des Konzepts des make-believe aus der angloameri-kanischen Literaturtheorie der 90er Jahre mit inzwischen sch .....
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Stierles konzepte der quasipragmatischen und der fiktionserfassenden rezeption

K. Stierle unterscheidet zwei Formen der Fiktions-Rezeption: die quasipragmali-sche und die fiktionserfassende. Die quasipragmatische Rezeption, die von Stierle als 'elementare Rezeptionsstufe" von Fiktion angesehen wird, besteht darin, daß der Rezipient eine durch den fiktionalen Text veranlaßte .....
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Die rezeption der ideologie: kode, soziolekt und sprachliche situation

Im vorigen Abschnitt wurde bereits angedeutet, daß der Ideologe, der mit seinem Diskurs auf größere Gruppen oder gar Massen einwirken will, sich nicht-ideologisches oder theoretisches Argumentieren vielleicht gar nicht leisten kann. Deshalb möchte ich diesen Abschnitt über die diskursiven Verfahren .....
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Index » Ideologie und Theorie » Die diskursiven Verfahren der Ideologie

Evolution und rezeption: von mukarovsky zu vodiöka

Als Schüler Mukafovskys und spätes Mitglied des Prager linguistischen Zirkels richtet Felix Vodicka sein Augenmerk vor allem auf die literarische Evolution und versucht, Produktion und Rezeption literarischer Werke im Rahmen eines historisch-evolutionären Entwurfs zu erklären. Den Objcktbercich des .....
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Index » Literarische Ästhetik - Aufläse » Die literarische Ästhetik des Prager Strukturalismus

Jauß rezeptionsästhetik als literarische hermeneutik

Hans Robert Jauß Betrachtungsweise unterscheidet sich von der Gada-mers nicht nur durch die spezifische Ausrichtung der Theorie auf den literarischen Text, sondern auch - und vielleicht vor allem - durch eine größere Skepsis der Tradition gegenüber. Bekanntlich steht Gadamer auf dem Standpunkt, daß .....
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Index » Literarische Ästhetik - Aufläse » Die Rezeptionsästhetik zwischen Hermeneutik und Phänomenologie

Zur auseinandersetzung zwischen konstanzer rezeptionsästhetik und marxistisch-leninistischer rezeptionstheorie

In der Vergangenheit habe ich mich wiederholt mit dem polemisch geführten Dialog zwischen diesen beiden Iitcraturwisscnschaftlichen Positionen ausführlich befaßt. Hier geht es mir deshalb nicht mehr um eine Aufarbeitung dieser Diskussion, sondern darum, im Anschluß an dieses und das zweite Kapitel .....
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Greimas in der nouvelle critique und in der rezeptionsästhetik

Innerhalb der französischen Nouvelle Critique der 60cr und 70cr Jahre steht Greimas dem Psychoanalytiker Charles Mauron und dem Hegelianer Lucien Goldmann sicherlich näher als dem Nictzschcancr und Semiotiker Barthcs. Während Mauron meint, mit Hilfe des persönlichen Mythos, dem "mythe pcrsonncl"" de .....
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Rezeption als provokation

Mit seiner Schrift Literaturgeschichte als Provokalion der Literaturwissenschaft eröffnete Hans Robert Jauß ein neues Kapitel literalurwissenschaftlicher Theoricbildung und Forschung. Literaturgeschichte wird von Jauß nicht mehr als isolierte Geschichte von Werken und Autoren verstanden, sondern .....
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Index » Literaturtheorien » Literaturwissenschaftliche Rezeptions- und Handlungstheorien

Hans robert jauß: rezeptionsgeschichte und rezeptionsästhetik

Der wisscnschaftsgeschichtliche Ausgangspunkt der Rezeptionsästhetik lag in der Erkenntnis, daß die bisher vorherrschenden Dar-stellungs- und Produktionsästhetiken keine Lösung der Frage anzubieten hatten, 'wie die geschichtliche Folge literarischer Werke als Zusammenhang der Literaturgeschichte zu .....
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Zur rezeption der provokation - oder 25 jahre danach

Wie eingangs erwähnt, haben wir bei unserer Einführung in die Theorien der Rezeption den Akzent auf zwei dominante Paradigmen und Linien des rezeptionstheoretischen Diskurses sowie auf deren Anfänge und theoretische Prämissen gelegt. Diese Reduktion sollte der Klärung der rezeptions- und handlungsth .....
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Rezeption

Eine Soziologie der literarischen Rezeption hat zu klären, inwieweit Rezeptionsprozesse gesellschaftlich >produziert< sind. Welche Unterschiede ergeben sich in der Wahrnehmungsweise eines Textes, wenn man diesen einmal eher aus beruflichen, ein andermal eher aus privaten Gründen, aufgefordert oder .....
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Entfaltung und ausdifferenzierung der rezeptionsforschung

Die Rezeptionsforschung entfaltete sich stürmisch gegen Ende der sechziger Jahre, hat aber in die dreißiger Jahre zurückreichende vielfältige Wurzeln vor allem im Umkreis des Prager -> Strukturalismus, in der phänomenologischen Literaturtheorie Roman Ingar-dens und in der -> Hermeneutik Hans-Georg G .....
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Index » Verfahren der Textanalyse » Wirkungsästhetik

Rezeptionsästhetik und ihre diskussion

Daß literarische Texte nicht nur geschrieben und verbreitet, sondern auch gehört und gelesen werden, ist zwar eine Selbstverständlichkeit, wurde in der Literaturwissenschaft aber erst seit Ende der sechziger Jahre zum Gegenstand theoretischer Überlegungen und methodisch reflektierter Untersuchungen. .....
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