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Pantomime




Szenisches Spiel, das auf Sprache verzichtet und nur aus gestischer, z. T. auch mimischer Gestaltung besteht. Mit dem Begriff bezeichnet man auch den Darsteller selbst. Pantomimen verwenden häufig—»Masken und sind mit Requisiten sparsam, um die Konzentration des Zuschauers ganz auf das gestische Spiel zu lenken. Die Pantomime ist seit der —> Antike bekannt. Dem gestischen Tanz entstammend, entwickelt sie sich zum eigenständigen Zweig der Schauspielkunst. Als Einlagen zwischen den —»Akten von -»Tragödien und —* Komödien waren Pantomimen besonders in Rom und dann in Konstantinopel während der ersten sechs nachchristlichen Jahrhunderte beliebt. Unter dem Einfluß der Christianisierung findet die Pantomime als verbreitete Form der szenischen Darstellung ein vorläufiges Ende. In der —»Renaissance wurde sie in der —»Commedia dell arte sehr populär, und zahlreiche Wanderbühnen trugen die Pantomime in alle Teile Europas, so daß sie fortan zum festen Bestandteil des europäischen Theaters wurde.
      Die heutige Pantomime hat wichtige Anregungen von den Darstellern
Jean-Louis Barrault, Marcel Mar-ceau und Samy Molcho erhalten.
     


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Pantomime    





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