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Oper




Mit Oper bezeichnet man seit dem 17. Jahrhundert ein komplexes musikalisch ausgestaltetes Bühnenwerk, das man auch als Musikdrama benennen könnte. Die Oper ist eine Verbindung von Literatur, Musik und Schauspielkunst und war daher prädestiniert, als -♦ Gesamtkunstwerk zu gelten. Die Anteile dieser drei Kunstgattungen sind nur in den allerseltensten Fällen ausgewogen, meist dominiert ein Bestandteil, die Musik, denn sie ist das auffälligste Element der Oper. Dagegen ist die Verständlichkeit des Textes bei den Aufführungen nicht immer voll gewährleistet, und die schauspielerischen Fähigkeiten der Sänger sind meist nicht mit denen von Schauspielern vergleichbar. In der Regel ist auch hauptsächlich der Name des Komponisten als Opernautor bekannt. Dabei entstand die Oper aus dem Impuls heraus, die Dominanz der Musik gegenüber der Rede zu beseitigen, ja die Musik sollte zur Dienerin des Wortes werden. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts beschloß ein kunstsinniger Kreis von Dichtern, Musikern und Gelehrten im Hause des Grafen Bardi da Vernio in Florenz, das antike —»Drama mit Musik wiedererstehen zu lassen. Dabei sollte der Gesang der Rede angeglichen werden. So wurde auf dem Wege ästhetischer Ãœberlegungen eine neue Stilgattung geschaffen. Als erstes «Dramma per musica» gilt die wahrscheinlich 1594 uraufgeführ-te und vom Dichter Ottavio Rinuccini geschriebene und von Jacopo Peri vertonte Oper «Dafne». Was folgte, war geradezu ein Wettbewerb im Opernschreiben. Innerhalb kürzester Zeit schrieben besonders Peri, aber auch sein Konkurrent Giulio Caccini mehrere Opern, und schon 1607 ist mit Claudio Monteverdis «Orfeo» ein erster Höhepunkt in der Geschichte der Oper zu verzeichnen. Während Peri sich anfangs noch um eine betont schlichte musikalische Gestaltung bemüht hatte, um den Text in den Vordergrund zu rücken, ist bei Caccini und bei Monteverdi durch die deutliche Zunahme kunstvoller Verzierungen die unaufhaltsa-me Tendenz zur musikalischen Virtuosität nicht zu übersehen. Von Italien aus erlebte die Oper einen raschen Siegeszug in ganz Europa. Auf deutschem Boden findet die erste Aufführung 1618 in Salzburg statt. Zunächst an die Fürstenhöfe gebunden, die einzig in der Lage waren, die aufwendigen Aufführungen zu finanzieren, findet die Oper bald auch in den Stadtrepubliken ihre Aufführungsstätten. Das erste Opernhaus entsteht 1637 in Venedig, wo Monteverdi wirkt. Lange Zeit bleibt die italienische Oper vorbildlich; auf den Bühnen Europas wird, abgesehen von Frankreich, fast ausschließlich italienisch gesungen. Noch Wolfgang Amadeus Mozart komponiert den Hauptteil seines Opernwerks auf italienische Texte.

      Als ausgesprochen höfische Kunst unterscheidet sich die Oper, wiederum abgesehen von Frankreich, wo es eine andere Entwicklung gibt, betont vom volkstümlicheren —»Schauspiel durch die prunkvollere Ausgestaltung und aufwendigere Aufführungspraxis. Trotzdem erstarrt sie nicht zum virtuosen Musikstück, sondern räumt der dramatischen Gestaltung großen Raum ein. Sie bleibt immer Musikdrama. Gemäß den dramatischen —»Gattungen lassen sich verschiedene Arten der Oper unterscheiden. Der —»Tragödie entspricht die Opera seria, dem Schäferspiel die Pastorale, der —»Komödie die Opera buffa.gestalters, möglichst in einer Hand liegen sollten. Im Streit um seine Person teilte sich das Musikpublikum des 19. Jahrhunderts je nach Standpunkt in «Wagnerianer» und «Nicht-Wagnerianer». Bis zu Wagner hatte die Bedeutung des Textes deutlich im Schatten der Musik gestanden. Doch erst seit der Jahrhundertwende wurden Versuche unternommen, ausgesprochen dichterische Texte zu vertonen, sei es in Zusammenarbeit zweier kongenialer Künstler wie z.B. Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss , sei es im Rückgriff auf dramatische Werke bedeutender Autoren, wie bei Alban Bergs Vertonung von Georg Büchners Stück «Wozzeck» oder Frank Wedekinds «Lulu» .
      Eine dem Revuetheater angenäherte Form der Oper ist die «Dreigroschenoper» von Bertolt Brecht und Kurt Weill.
     


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