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Nonsensedichtung



Sammelbezeichnung für Dichtungen, in denen bewußt die Logik auf den Kopf gestellt wird. Spielerisch werden Wörter in ungewohnte, scheinbar unsinnige Zusammenhänge gestellt. Doch neben dem Spaß an Wortspielen kann Nonsensedichtung auch zum Nachdenken anregen, indem sie die üblichen Sprech- und Denkmuster in Frage stellt. Nonsensedichtung ist seit dem letzten Jahrhundert besonders in England verbreitet. Bekannte Autoren sind Edward Lear , der als Erfinder des —»Limericks bezeichnet wird, und Lewis Carroll . Deutsche Nonsense-Dichter sind Paul Scheer-bart, Christian Morgenstern und Joachim Ringelnatz. Von Morgenstern ist das Gedicht «Das Nasobem» aus der Sammlung «Galgenlieder» :
«Auf seinen Nasen schreitet einher das Nasobem, von seinem Kind begleitet. Es steht noch nicht im Brehm.
      Es steht noch nicht im Meyer. Und auch im Brockhaus nicht. Es trat aus meiner Leyer zum ersten Mal ans Licht.
      Auf seinen Nasen schreitet seitdem, von seinem Kind begleitet, einher das Nasobem.»


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