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Lyrik



Ein nüchterner Wissenschaftler definierte Poesie im Gegensatz zur Prosa auf verblüffend einfache Weise. Bei der schriftlichen Rede werden Sinneinschnitte durch auslaufen der Zeile vor Ende der Druckzeile plus Zeilenneuanfang> gekennzeichnet. Wenn dieses Schema durchbrochen wird, wenn die Zeilen regelmäßig vor Ende der Druckzeilen auslaufen und eine neue Zeile ohne Rücksicht auf Sinneinschnitte beginnt, dann handelt es sich um Poesie. Die Einheit, in der Poesie ist, heißt —»Vers. Diese Definition eines struktu-ralistisch verfahrenden Literaturwissenschaftlers geht von der geschriebenen Lyrik aus und läßt alle Versuche, die Lyrik als besonders gefühlvolle, subjektive und auf Empfindungen beruhende literarische—»Gattungzu definieren, außer acht. Das hört sich bei anderen Wissenschaftlern ganz anders an. Von unmittelbarer Gestaltung innerseelischer Vorgänge im Dichter, die durch gemüthafte Weltbegegnung entsteheN), ist da zum Beispiel die Rede. Und es heißt, Lyrik sei unter den Drama geht auf Goethe zurück, die Gleichsetzung von Lyrik und Gefühl, Subjektivität setzte sich erst im


19. Jahrhundert durch. Alle Versuche, Lyrik als überzeitlichem Ausdruck seelischer Empfindungen, als Gattung gefühlvoller Sprache zu bestimmen, gehen an der Tatsache vorbei, daß jede literarische Epoche ein anderes Verständnis der Gattungen und damit auch der Lyrik hat.
      Von der —»Antike bis zur ~* Renaissance hat niemand die Lyrik in das später als ausgegebene Dreierschema eingeordnet. Bei Piaton zum Beispiel wird die Literatur lediglich in lyrische, das heißt bei ihm und seinen Zeitgenossen , und nicht lyrische eingeteilt. Lyrische Literatur wurde in der Antike nach der Art der vorherrschenden Stimmung unterschieden. Die unterschiedlichen Tonarten wurden entsprechend dem Zweck und der Funktion der Gesänge ausgewählt, je nachdem, ob es sich zum Beispiel um eine Siegerehrung, Kriegsgesang oder Festdekoration handelte. Auch Aristoteles, dessen «Poetik» für die gesamte Literaturtheorie des Abendlands von Bedeutung war, hat die Literatur nicht in , überzeitliche Kategorien eingeteilt. Viel pragmatischer beschränkt er sich darauf, einen Ãœberblick über die Ausdrucksmedien, die dargestellten Objekte und die jeweilige Sprachgestaltung zu geben. Lyrik beschreibt er als Dichtung mit Musik und Rhythmus. Wenn der Dichter in eigener Person spricht, handelt es sich um Lyrik, erfindet er andere Charaktere, die er sprechen läßt, redet Aristoteles von Dramatik.
      Lyrik wird oft als die und wichtigste literarische Gattung verstanden. Der Literaturwissenschaftler Gero von Wilpert schreibt: «Die Unmittelbarkeit des Gefühlsausdrucks läßt die Lyrik als Urform der Dichtung erscheinen.» Und der eingangs zitierte strukturalistische Wissenschaftler Jürgen Link weist darauf hin, daß schon die Berufsbezeichnung den Produzenten von Lyrik emporhebt. Wer Prosa schreibt, ist ein Schriftsteller, Verfasser von Dramen werden auch Autoren genannt, nur, wer Lyrik hervorbringt, darf sich Dichter nennen. Link schreibt weiter: «Im Zusammenhang damit hat der Bereich der Lyrik für den den Anschein des Geheimnisvollen, ja Heiligen erhalten: Das könne längst nicht jeder verstehen, lautet die Meinung, dafür müsse man über ein besonderes Einfühlungsvermögen verfügen. Die Kehrseite der Medaille besteht logischerweise so lange wie die Vorderseite: Immer wieder gilt Lyrik als überspannt und verschroben, und der Lyriker wirkt als häufig genug lächerlich.»
Weil Lyrik diese prekäre Wertschätzung genießt, glauben manche Interpreten mindestens ebenso subjektiv und gefühlvoll vorgehen zu müssen wie die Dichter selbst. Selbstverständlich bleibt es jedem Leser oder Hörer von Gedichten überlassen, auf seinen eigenen Eindrücken und Empfindungen zu bestehen. Und gewiß ist es nicht nur ein Vorurteil, daß vor allem moderne Lyrik , schwer verständlich ist. «Die europäische Lyrik des 20. Jahrhunderts bietet keinen bequemen Zugang. Sie spricht in Rätseln und Dunkelheiten», sagt Hugo


Friedrich, der mit seinem grundlegenden Werk «Die Struktur der mo- dernen Lyrik» viel dazu beigetragen hat, daß moderne Lyrik dennoch zu verstehen ist. Aber gerade, weil sich die Lyrik vom normaleN), alltäglichen Sprachgebrauch unterscheidet, sollte man bei der Lektüre und bei der —» Interpreta-tion bemüht sein, ihre schwere Vertändlichkeit nicht durch wiederum unverständliche Assoziationen und Gefühlseindrücke zu verdoppeln. Zum besseren Verständnis von Ly- rik bietet es sich an, ihre Geschichte sowie ihre Strukturmerkmale ken- nenzulernen.
      Die Begriffe Lyrik oder lyrisches Gedicht setzen sich erst um 1778 mit Moses Mendelssohns Aufsatz «Von der lyrischen Poesie» durch. Damit ist ein bestimmter Gedichttyp ge- meint, das Erlebnisgedicht der Goethezeit. Der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel definiert in seinen «Vorlesungen über die Ästhetik» Lyrik als Gemütsäußerung eines lyrischen Ich, das Hegel allerdings nicht vom Dichter unterscheidet. So entgeht ihm, daß gerade in der Goethezeit viele Dichter Gefühle und Empfindungen poetisch aufwerten, weil sie auf diese Weise ein Selbstbewußtsein literarisch konstruieren wollen, das sie in der immer noch vom Adel beherrschten Gesellschaft nicht entfalten können.
      Mit literatursoziologischen Methoden läßt sich an der Geschichte der Lyrik feststellen, wie die Lyriker zu sich selbst, ihrer Literatur und zum Gemeinwesen standen. Außerdem kann auf diesem Weg den Inhalten und Gegenständen der Lyrik eine Funktionzugeordnet werden. Ãœberdies zeichnet sich in der Geschichte der Lyrik eine Geschichte der Empfindungen und Gefühle ab.
      Dies zeigt sich am Beispiel des mittelalterlichen —»Minnesangs: Der Sänger tritt nur bei Hofe, ausschließlich vor verheirateten Frauen auf, um die Gunst einer Frau zu erlangen. Um die Geschichte von Gefühlen zu verstehen, ist es wichtig zu wissen, daß Minne sich vom lateinischen «memoria» hin zu «Andenken», «Freundschaft», «Liebe» und schließlich dann erst zu «Liebe zum anderen Geschlecht» entwickelt. Das Wort Liebe wird im Mittelalter ausschließlich für die Beziehung des Menschen zu Gott verwendet. Wenn es in der Minnedichtung auftaucht, bedeutet dies, daß die Frau in einer mystischen Vereinigung mit dem Mann geschildert wird, ganz analog zur Vereinigung mit Gott. Erst also, wenn man die Sitten und Gebräuche am Hof kennt und genau weiß, was mit Minne gemeint ist, kann man etwas über die Gefühle und die Stellung des Sängers wissen.
      Vergleichbares gilt für Heldendichtung, religiöse, höfische, politische oder Lehrdichtung und viele andere lyrische Formen der Geschichte, die primär durch ihre jeweiligen sozialen Funktionen und die Gelegenheiten, zu denen sie entstanden sind, geprägt wurden.
      Je mehr sich die poetische Sprache aus konkreten Zusammenhängen löst, was in der modernen Lyrik seit dem 19. Jahrhundert zunehmend der Fall ist , desto stärker treten die Techniken und Eigenarten der lyrischen Dichtung hervor.
     
Bei der Prosa, so hieß es in der Eingangsdefinition, werden die Sinneinschnitte durch sichtbare -»Zäsuren gekennzeichnet; die Zeile läuft vor Ende der Druckzeile aus und beginnt von neuem. Lyrik richtet sich nicht nach diesen Sinneinschnitten, sondern nach Versen, die unabhängig vom Sinngehalt mit jeder Druckzeile neu beginnen.
      Der Vers in der Lyrik muß auch nicht mit einer Zeile übereinstimmen. Durch —»Enjambement kann ein Satz über das Versende hinausgezogen werden. Wenn im Versinnern ein Satzende erscheint, spricht man von Verszäsur.
      Ein weiteres wichtiges Unterscheidungsmerkmal zwischen Poesie und Prosa ist der -*Reim. Wenn sich die Elemente einer Reimserie genau entsprechen, nennt man das einen reinen Reim. Beispiel: Keiner, deiner, meiner, seiner, kleiner etc. Von unreinem Reim spricht man, wenn sich die Reimelemente nur ungefähr entsprechen. Beispiel: Wer will einen Kuchen backen, Der muß haben sieben Sachen. Einen reichen Reim nennt man die Ãœbereinstimmung des betonten Vokals und der darauf folgenden Silbe. Beispiel: sprießen, gießen, schließen, spießen.
      Reimen sich zwei gleichklingende Wörter von unterschiedlicher Bedeutung, liegt ein homonymer Reim vor. Beispiel: Singen - singen .
      Ein Schüttelreim wird nach folgendem Muster gebildet: Fink und Star -stink und fahr.
     


Zum lyrikbegriff

In keiner anderen Gattung zeichnen sich die drängenden geistigen Fragen und Problemgehalte der Zeit, zumal der frühen Aufklärung, derart exemplarisch ab wie in der Lyrik. Vorrang besitzen für sie Themen der Naturphilosophie und Naturwissenschaft, die hier beispielhaft dargestellt und auf populäre We .....
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Lyrik

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Gebrauchslyrik

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Index » Barock (17. Jahrhundert)

Lyrik

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Index » Aufklärung (18. Jahrhundert)

Lyrik

Arno Holz charakterisierte seine Gedichtsammlung Das Buch der Zeit als 'Lieder eines Modernen". Der Anspruch des Zeitgemäßen bezog sich aber nicht in erster Linie auf die poetische Form, sondern auf die Erweiterung und Aktualisierung des lyrischen Stoff- und Motivinventars. Die Großstadt, die Indus .....
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Index » Naturalismus (ca. 1880-1900)

Lyrik

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Index » Expressionismus (ca. 1910-1925)

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Lyrik    





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