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Lautgedicht



Gedicht, das weitgehend auf Wortbedeutung und Sinn verzichtet und
aus der klanglichen Gestalt heraus lebt. Als Vorläufer hat am Ende des 18. Jahrhunderts Johann Heinrich Voß Lautgedichte hervorgebracht , doch erst Anfang des 20. Jahrhunderts haben sich Paul Scheerbart, Christian Morgenstern und dann besonders die Dadaisten
mit dieser experimentellen Form der
-♦Lyrik beschäftigt. Nach dem Zweiten Weltkrieg haben Autoren der —»konkreten Poesie mit Lautgedichten experimentiert . Morgensterns Gedicht «Das große Lalulä» aus der Sammlung «Galgenlieder» ist ein Beispiel:
«Kroklokwafzi? Semememi! Seiokrontro - prafriplo: Bifzi, bafzi; hulalemi: quasti basti bo... Lalu lalu lalu lalu la!
Hontraruru miromente zasku zes rü rü? Entepente, leioiente klekwapufzi lü? Lalu lalu lalu lalu la!
Simarar kos malzipempusilzuzankunkrei !

Marjomar dos: Quempu Lempu
SiriSuriSei(]!

Lalu lalu lalu lalu la!»


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