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Kirchenlied



Im Gottesdienst von der christlichen Gemeinde gesungenes, in die Liturgie eingebundenes —» Lied mit volkssprachlichem Text. In der katholischen Kirche ursprünglich ganz oder nur teilweise aus dem Lateinischen übertragene Psalmen oder —»Hymnen.
      In größerem Umfang entstehen deutschsprachige Kirchenlieder erst unter dem Einfluß der Reformation. Neben Martin Luther ist hier besonders Paul Gerhardt zu nennen. Kirchenlieder sollten die Frömmigkeit fördern und durch den gemeinsamen Gesang die Einheit der Gemeinde stärken. Die katholische Kirche brachte erst im Zuge der Gegenreformation eine größere Anzahl von Kirchenliedern hervor.
      Das Kirchenliedgut wurde in Gesangbüchern gesammelt, die sich z.T. stark voneinander unterschie-den und erst 1950 für die evangelische Kirche im «Evangelischen Kirchengesangbuch» und 1973 für die katholische Kirche im «Einheitsgesangbuch» vereinheitlicht wurden. Die heutigen Gesangbücher sind noch weitgehend geprägt von den historischen Kirchenliedern, die zum festen Bestandteil der religiösen Tradition gehören. Moderne Kirchenlieder finden bislang nur in besonderen Formen des Gottesdienstes ihren Platz.
     


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