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Humanismus und Reformation




Der deutsche Humanismus nimmt Ideen und Forderungen auf, die zuerst im Italien des 14. Jahrhunderts, in der —»Renaissance formuliert worden waren.
      Damals waren die italienischen Stadtstaaten die politisch und wirtschaftlich am weitesten fortgeschrittenen Regionen Europas. Dort entstanden Ansätze einer frühbürgerlichen Kultur. Künstler und Gelehrte übernahmen aus der griechischen und römischen —»Antike die Ãœberzeugung, daß der Mensch, seine Taten, Fähigkeiten und seine Freiheit, im Mittelpunkt von Kunst und Wissenschaft zu stehen hätte. Die , das Menschen-Wissen wurde wichtiger als die gelehrten Versuche, Gottes Geheimnisse zu entschlüsseln.


      Vom Renaissance-Humanismus, der sich rasch auch in anderen europäischen Städten, vor allem in den großen Handelszentren, verbreitete, gingen nicht nur kulturelle und wissenschaftliche, sondern auch neue politische Impulse aus. Das feudale
System, Adel und Geistigkeit sahen sich den Angriffen der Humanisten ausgesetzt. Humanistisches Denken und Forschen blieb jedoch nicht auf die Vertreter des Bürgertums beschränkt; der neuen Bewegung schlössen sich mitunter Adlige, ja sogar Päpste und Könige an. Für Deutschland zum Beispiel spielte Kaiser Karl

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eine große Rolle. Er wählte Prag zu seiner Residenz und gründete 1348 die erste Universität des Deutschen Reiches. Karl IV, der selbst mehrere Sprachen beherrschte und außerordentlich gebildet war, machte seinen Hof zu einem international geschätzten Zentrum des frühen Humanismus. Vom Prager Kaiserhof und der Universität gingen kulturelle Impulse aus, die weit über die Grenzen von Böhmen hinausreichten. Im Jahre 1400/01 schrieb der aus dem böhmischen Saaz stammende Notar, Stadtschreiber und Schulrektor Johannes von Tepl eine Prosadichtung, die er in deutscher Sprache als ein kühnes Streitgespräch mit Gott verfaßte: «Der Ackermann aus Böhmen». Der Ackermann beklagt sich bitter über den Tod seiner Frau, die im Kindbett starb. Zweifellos spricht durch ihn der Autor selbst. Bevor Gott als Schiedsrichter angerufen wird, streitet der Ackermann mit dem Tod, der die altbekannten mittelalterlichen Dogmen ins Feld führt. Er setzt dem zornig um seine geliebte Frau Trauernden die Hinfälligkeit alles irdischen Lebens entgegen und maßt sich an, in der ewigen Ordnung stets der Stärkere zu sein: «Doch glauben wir, daß ein Knecht Knecht bleibt, ein Herr Herr.» Der Ackermann gibt sich damit nicht zufrieden. Er rebelliert und entwirft dabei ein Menschenbild, das sehr konkret die irdischen Vorzüge des Menschen betont. Der Mensch sei «das großartigste, das kunstreichste und das allerfreieste Werkstück des Schöpfergotts». Er läßt es sich auf Erden wohl sein und weiß die Vorzüge der Liebe, der Ehe und der Familie zu schätzen. Gott ist sichtlich beeindruckt von diesem stolzen Ankläger, muß aber in dem vorgetragenen Streitfall den Sieg an den Tod geben: «Klager habe ere! Tot habe sig! Seit jeder mensch dem Tote das leben, den leib der erden, die Seele Uns pflichtig ist zu geben.» Andere Humanisten wenden sich noch schärfer gegen das ihrer Meinung nach verkommene Papsttum und die feudalen Herrschaftsverhältnisse. Ein rebellischer Abenteurer des niederen Adels, Ulrich von Hütten, weist in seinen Streitschriften und Kampfaufrufen in eine neue Richtung, die dann von Martin Luther bestimmt werden wird. Der Ritter von Hütten war der Meinung, «daß Teutschland einer Reformation bedürfe», wofür er sich wortgewaltig einsetzte. Er war an der Abfassung der sogenannten «Dunkelmännerbriefe» beteiligt, einer bis heute lesenswerten Satire auf das Leben und Treiben der tief in Vorurteilen verstrickten niedrigen Geistlichkeit. Auch von Hütten, der dem Erfurter Humanistenkreis angehörte, war ein gelehrter Humanist, der mehrmals nach Italien reiste und bedeutende Werke der Antike herausgab. In seinen Kampfschriften aber bediente er sich der deutschen Sprache. «Tyrannen», meinte er «gehören doch alle in die Hölle», und wenn es nicht an-ders geht, müßten «Schwertschlag und Blutvergießen» dabei helfen. 1521 schuf Ulrich von Hütten sein «Gesprächsbüchlein», das außerordentlich populär wurde. Hier wetterte er gegen päpstliche Ãœbergriffe und die kirchliche Ausbeutung der deutschen Gläubigen. Man kann sagen, daß dieser Ritter und kämpferische Humanist zu den wichtigsten Begründern einer auf deutsch geschriebenen politischen Kampfliteratur gehört. Sein forscher Optimismus war aber, wo er sich auf sein ganzes Zeitalter bezog, übertrieben: «O Jahrhundert, o Wissenschaften! Es ist eine Lust zu leben... Die Studien blühen, die Geister regen sich. Barbarei, nimm dir einen Strick und mache dich auf Verbannung gefaßt.» Die Barbarei ließ sich durch gewaltige Worte leider nicht abschaffen. 1527 zum Beispiel verwüsteten Söldnerheere des deutschen Kaisers Karl

V.

auf barbarische Weise das Rom der Renaissance. Man nennt diesen Anfang vom Ende der Renaissance den «Sacco di Roma». Auch sonst darf die praktische Wirksamkeit der Humanisten nicht überschätzt werden. In Deutschland entwickelte sich kein fortschrittlicher Nationalstaat. Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation war in eine unübersehbare Menge von einzelnen Territorien gespalten, die sich oft genug gegenseitig bekämpften. Für den päpstlichen Hof in Rom waren das gute Voraussetzungen, um sich die Gläubigen durch Auflagen und Abgaben gefügig zu machen. Nur ein Nationalstaat mit einer starken, selbständigen Kirche- wie etwa in Frankreich - hätte dem Papst widerstehen können. Man darf auch nicht übersehen, daß der Wirkungs-
kreis der deutschen Humanisten meist über Universitäten, Kanzleien und Schulen, in denen sie Theaterstücke aufführten und den Unter-
rieht reformierten, nicht hinausreichte.
      Erasmus von Rotterdam war zweifellos der bedeutendste humanistische Gelehrte auf deutschem Boden. Er schrieb aber nicht für Ulrich von Huttens Publikum, sondern legte sein umfangreiches Werk in lateinischer Sprache vor. Anders als bei Hütten mündete die Gesellschaftsund Kirchenkritik von Erasmus nicht in die Forderung nach der Reformation. Zwar sind seine Schriften und Gedanken nicht weniger radikal, einen vollständigen Bruch aber mit der Kirche als Institution wollte er nicht vollziehen. Von Erasmus von Rotterdam stammt aber die erste neuzeitliche Programmschrift für den Frieden: «Klage des Friedens» . Dort heißt es: «Aber obschon das Leben von selbst so viele kaum tragbare Mühsale mit sich bringt, beschwören die Menschen in ihrem Wahnwitz den weitaus größten Teil der Ãœbel noch eigens herbei. ... Ein sachliches Erwägen der Kriegsursachen wird erweisen, daß alle Kriege zum Vorteil der Fürsten vom Zaun gebrochen und stets zum Nachteil des Volkes geführt wurden ... Alle müssen sich gegen den Krieg verschwören und ihn gemeinsam verlästern. Den Frieden aber sollen sie im öffentlichen Leben und im privaten Kreise predigen, rühmen und einhämmern.» Die Ziele und Anschauungen der deutschen Humanisten waren keineswegs einheitlich. Wofür die von ihnen propagierte Bildung und das neue Wissen verwendet werden soll-ten, darüber gingen die Meinungen weit auseinander.
      Sebastian Brant geißelte auch die Mißstände seiner Zeit. Er setzte sich aber nicht dafür ein, neue Verhältnisse zu schaffen, sondern predigte die konsequente Rückkehr zur alten Ordnung, die für ihn schon zerbrochen war. Sein traditionellerweise noch in Reimpaaren geschriebenes «Das Narrenschiff» war das am weitesten verbreitete Buch seiner Zeit. In hundert Jahren erlebte es etwa fünfundzwanzig Auflagen und zahllose —»Ãœbersetzungen und —»Bearbeitungen. Was mag die Menschen an dem so strengen «Narrenschiff» fasziniert haben? Brant, ein Straßburger Juraprofessor, versammelt alle ungebildeten, tölpelhaften, abergläubischen und lasterhaften Menschen auf dem Narrenschiff, um sie nach Narragonien fortzuschaffen. Narren und verstockte Bösewichte findet er in allen Schichten. Eigentlich hat er keine Hoffnung. Reformen hält er für unwirksam; die Zeit scheint rettungslos verdorben.
      Durch die Verse des «Narrenschiffes» hindurch kann man aber allenthalben das Hohelied der bürgerlichen Tugenden hören, die gegen verkommene Geistliche, ungebildete Bauern oder betrügerische Herren verteidigt werden. Daß Gemeinnutz vor Eigennutz gehe, Tugend wichtiger als Geburtsadel sei, strenge Arbeit und ordentliche Disziplin nötig seien: dies alles mag dem frühbürgerlichen Leser den Eindruck vermittelt haben, die alte Ordnung des Mittelalters, deren Verlust Sebastian Brant betrauert, könnte mit Fleiß und Bildung wieder errichtet werden. Die Figur des Narren wurde in der Folgezeit immer wieder literarisch verwendet, um zu demonstrieren, wie sehr die Zeit aus den Fugen geraten sei. Der Narr, der Faulenzer, der Bettler, das sind aber auch die ersten Aussätzigen, die aus der bürgerlichen Vernunft und aus dem rationalen Aufbau von Welt und Wirtschaft ausgesperrt werden. Besonders scharf geht Brant mit denjenigen ins Gericht, die gerne und lange feiern, die sich ausschweifend im Karneval vergnügen und die aus seiner Sicht irrationalen und überflüssigen Bräuche der Volkskultur am Leben halten . Wenn man von den Fortschritten der frühbürgerlichen Weltsicht spricht, die neuen Tugenden wie Arbeitsdisziplin und Fleiß hervorhebt, die erfolgreichen und rationalen Methoden des Waren- und Geldverkehrs betont, sollten die


Phasengliederung und periodisierung

Als gesamteuropäisches Phänomen stellt die Aufklärung trotz bestimmter übergrei- fender Ziele und Gedankenmotive keine einheitliche Epoche dar; sie zerfällt viel- mehr in unterschiedliche Phasen, in denen heterogene Tendenzen vorh .....
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Hauptströmungen und leitaspekte

Drei Phasen sind mithin zu unterscheiden, die die Aufklärung als gesamteuropäi- sches Epochenphänomen bestimmen: >RationalismusSensualismus< bzw. >Empi- rismus< und >Kritizismus< lauten die programmatischen Begriffe, die sie je .....
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Descartes und leibniz

Die entscheidende ideengeschichtliche Voraussetzung für die systematische Entwicklung aufklärerischen Denkens bildet die Konstitution des frühneuzeitlichen Rationalismus, wie er wesentlich durch das seit 1630 entstehende Werk Rene Descartes vorbereitet wird. Das cartesianische Denkmodell entfaltet .....
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Grundlagen der kopernikanischen astronomie

Wesentlich für das intellektuelle Profil der Aufklärung bleibt zumal in ihrer frühen Phase die rasch sich vollziehende Herausbildung veränderter naturwissenschaftlicher Erkenntnismethoden. Zur Besonderheit der szientifischen Entwicklung gehört nicht nur die Beschleunigung dieses Prozesses, die wiede .....
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Zeitschriftenproduktion seit beginn des i8. jahrhunderts

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Gesichtspunkte der mentalitäts- und kulturgeschichtlichen forschung

Es ist bemerkenswert, daß das sich in den letzten zehn Jahren artikulierende mentalitätsgeschichtliche Interesse der Literaturwissenschaft aus zwei methodisch sehr unterschiedlichen Ansatzpunkten entsprang, die ihrerseits aufklärungskritische Positionen reflektierten. Auf der einen Seite steht Odo M .....
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Grundzüge der critischen dichtkunst

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Anregungen durch muratori, dubos und könig

Die Anfänge der sensualistischen Ästhetik liegen in Italien und Frankreich. Lodovico Antonio Muratori und Jean Baptiste Dubos sind es, die am Beginn des aufgeklärten Jahrhunderts erstmals das System einer neuen Lehre vom Schönen vortragen, demzufolge der besondere Effekt eines Kunstwerks nicht in de .....
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Fundierung des illusionsgedankens

In den unveröffentlichten Notizen zum Laokoon merkt Lessing über die vollkommene Gestaltung der poetischen Fabel an: »Das Ideal der Handlung bestehet 1) in der Verkürzung der Zeit, 2) in der Erhöhung der Triebfedern, und Ausschließung des Zufalls, 3) in der Erregung der Leidenschaften.« . Lessings A .....
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Index » POETIK UND ÄSTHETIK » Lessings Grundlegung der Illusionsästhetik

Poesie und naturforschung

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Grundzüge der gattung

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Trauerspiel des i7. jahrhunderts

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Grundmuster der aufklärungssatire

Satirische Elemente weisen zahlreiche Gattungen der Epoche auf: die Komödie ebenso wie Roman, Lehrdichtung und komisches Epos. Johann George Sulzer betont in seiner Allgemeinen Theorie der Schönen Künste die formale Vielfalt der Satire: »Sie zeigt sich in Gestalt eines Gesprächs, eines Briefes, ein .....
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Heideggers romankritik und ihre rezeption

Zu den erbitterten Gegnern des Romans gehören die zeitgenössischen Theologen. Ihr entschiedenster Anwalt ist der calvinistische Zürcher Pfarrer Gotthard Heidegger, dessen Mythoscopia romantica eine ebenso intelligente wie polemisch zugespitzte Generalkritik der Gattung bietet. Heidegger mobilisiert .....
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Schnabels insel felsenburg und der frühaufklärerische roman

Bestimmend für das Romanschaffen der frühen Aufklärung wird das Bestreben, abenteuerliche Stoffe in lehrhaft-nützlicher Weise episch einprägsam zu präsentieren. Dieser Versuch, der sich vor allem im Werk Johann Gottfried Schnabels und Christian Fürchtegott Gellerts abzeichnet, markiert die Synthese .....
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Politik, Öffentlichkeit und geld in der kakanischen provinz

Eine Affäre im Czernowitz des beginnenden 20. Jahrhunderts Im Oktober 1903 fand im Czernowitzer Landtag eine der zahlreichen Episoden in der langen und heftigen Auseinandersetzung zwischen der Partei der mehrheitlich rumänischen Großgrundbesitzer und ihren Widersachern statt. Sie gipfelte in der .....
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Index » Paul Celan und sein Umfeld - Deutschsprachige Literatur der Bukowina

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I. Die heutige respektable und mit kompetenten Studien zu den deutschsprachigen Dichtern aus dem Lande erfolgreiche Germanistik Rumäniens kann man mit Andrei Corbea-Hoisie aus zwei gut unterscheidbaren Traditionssträngen herleiten: Da ist einmal die national-rumänische Tradition aus den alten Unive .....
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Zwischen wiesental und weltliteratur - zu goethes sprachkonzeption

Sprache und Identität Der Fußwanderer, der den „Wäschtweg" von Pforzheim nach Basel auf den Höhenkämmen des Schwarzwalds begeht, wird eine Tagesetappe auf dem Sattel des Feldbergs beenden und im Feldberger Hof einkehren, einem häss-lichen Betonklotz, der aber in seinem Inneren eine kulturhistorisch .....
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Index » Kontextualisierung und Analyse -Zur Literatur der Goethezeit, des ausgehenden 19. und 20. Jahrhunderts

Das weite land der seele - landschaft in der literatur der jahrhundertwende

I. Wer die Landschaftsdarstellungen eines Gustav Klimt betrachtet, muss sich die Frage stellen, ob die Literatur der Jahrhundertwende diesen Bildern Gleichwertiges oder Vergleichbares an die Seite zu stellen hätte. In dem von Stephan Koja im Jahre 2002 herausgegebenen Katalog der Ausstellung im Wie .....
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Der ästhetische maßstab - eopold andrians garten der erkenntnis und hugo von hofmannsthals ein brief

I. Die Priorität der Kunst vor dem Leben führt in der Prosa des Asthetizismus zu einer Gestaltung von Personen, an denen ästhetisches Verhalten als reales inszeniert wird. Die handelnden Personen verhalten sich in der Fiktion gegenüber ihrer Umwelt ästhetisch, sie tun dies jedenfalls entschiedener .....
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Vom nutzen und nachteil des geckos für das leben

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,auslanddeutsehe literatur und nationalsozialistische literaturpolitik

Adolf Meschendörfers Roman Der Büffelbrunnen I. Spätestens 1932 müssen den Literaten Adolf Meschendörfer alle guten Geister des gesitteten Bildungsbürgers und der schreibenden Zunft verlassen haben. Der Germanist Heinz Kindermann, Hochschullehrer an der kulturpolitisch wichtigen Grenzlandhochsc .....
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Index » Ästhetik und Minderheitenraum -Aspekte der deutschen Regionalliteraturen in Rumänien

Kulturraum-manipulation und minderheiten-bewusstsein unter ceausescus ,neusprech

Das Plenum des Rates der rumänischen Werktätigen deutscher Nationalität sandte am 28. Oktober 1989 an den Genossen Nicolae Ceausescu, Generalsekretär der Rumänischen Kommunistischen Partei und Präsident der Sozialistischen Republik Rumänien, ein Telegramm, von dem hier probehalber nur der Anfang zit .....
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