Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


Jugendlexikon literatur

Index
» Jugendlexikon literatur
» Feature

Feature




Bericht, der auf die unterschiedlichen Bedingungen der Medien abgestimmt ist.
      Das Rundfunk-Feature arbeitet im Gegensatz zum —> Hörspiel ohne eine geschlossene Spielhandlung, benutzt aber das breite Spektrum medialer Möglichkeiten, die der Rundfunk bietet. Elemente der —>Reportage, des Dokumentes, Tonzitate, Kommentare, Statements, Dialoge, Interviews und der Einsatz von akustischen Effekten machen das Feature zu einem äußerst lebendigen Sendetypus. Als erste Form des Features lassen sich die «Aufrisse» einordnen. Armin Paul Frank beschreibt in «Das Hörspiel» den «Aufriß» als einen Versuch, «ein Thema der Geschichte oder des Zeitgeschehens, eine Erscheinung des äußeren oder ein Problem des inneren Lebens in Variationen zu behandeln. Dokumentarische Zeugnisse standen neben Spielszenen, realistische Diskussionen neben literarischen Spiegelungen, scheinbar ungeordnet, und doch innerlich gebunden und die Totalität anstrebend.» Der an Einfluß und Macht gewinnende Faschismus bedeutete ab 1933 das für den «Aufriß», der dem «Hörbericht» oder dem «Hörbild» das Feld überlassen mußte. In England und in den USA gewinnt das Feature in diesem Zeitraum jedoch an Profil. Der Nordwestdeutsche Rundfunk richtete nach 1945 eine Abteilung «Talks and Feature» ein, wofür eine Sendereihe der British Broadcasting Corporation Pate stand. Autoren der nun folgenden zahlreichen Feature-Sendungen waren u. a. Peter von Zahn mit «London, Anatomie einer Weltstadt» , Axel Eggebrecht mit «Was wäre, wenn...» , Alfred Andersch mit «Der Tod des James Dean» .


      Einen Aufschwung verzeichnete das Feature Mitte der sechziger Jahre, indem Autoren den Prozeß ihrer eigenen Politisierung in die Sendungeinbezogen, z. B. Peter O. Chotje-witz und Wolf Wondratschek.
     


 Tags:
Feature    





Impressum | Datenschutz

Tags: a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
Kontact Sitemap
Copyright © litde.com