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Bücherverbrennung



Demonstrative Verbrennung von Büchern aus politischen oder religiösen Motiven. Die Inquisition berief sich bei Bücherverbrennungen auf den kirchlichen —»Index und versuchte, auf diese spektakuläre Weise humanistische Ideen zu unterdrük-ken.
      1520 zahlte Martin Luther Gleiches mit Gleichem heim. Nachdem die Gegner der Reformation seine Schriften verbrannt hatten, gab Luther einen Druck der über ihn verhängten Bannandrohung den Flammen preis - in diesem symbolischen Akt wollte er sich der Autorität des Papstes öffentlich widersetzen. 1817 verbrannten Studenten Bücher und Schriften, die ihrer nationalen Gesinnung widersprachen und von ihnen als reaktionär beurteilt wurden.
      Am 10. Mai 1933 wurden in deutschen Universitätsstädten Bücher von Autoren, die dem Nationalsozialismus mißfielen, verbrannt und so das Fanal zur Verfolgung mißliebiger Autoren und Autorinnen gesetzt :
Johannes R. Becher, Bertolt Brecht, Walter Hasenclever, Erich Kästner, Heinrich und Thomas Mann, Walter Mehring, Ernst Ottwalt, Erich Maria Remarque, Ernst Toller, Kurt Tucholsky, Armin T. Wegner, Arnold Zweig und viele andere.
     


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