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Aphorismus



Prägnante Formulierung eines Gedankens. Rhetorische Stilmittel wie Antithese, Parallelismus, Paradoxon werden eingesetzt oder ein aufregendes Spiel mit —»Metaphern vorgeführt. Ãœberraschungseffekte fordern den Leser heraus.
      Schon im antiken Griechenland kleidete Hippokrates seine Lebenserfahrung und seine Erfahrungen als Arzt in Aphorismen . Seneca bediente sich in seinen Abhandlungen und Briefen des Aphorismus als Methode, seine Gedanken zusammenzufassen. Die französischen Moralisten Francois La Rochefoucauld und Jean de La Bruyere, auch der Philosoph Blaise Pascal arbeiteten anhand von Aphorismen ihre Gedanken heraus. Die Frühromantiker kultivierten den Aphorismus als —»Fragment; als bekanntester deutscher Aphoristiker gilt Georg Christoph Lichtenberg . Auch Johann Wolfgang Goethe lieferte in seinen «Maximen und Reflexionen» Aphorismen als komprimierte Erfahrungen. Er arbeitete eine Verwandtschaft mit dem —» Apercu heraus: «.. .ein Gewahrwerden dessen, was den eigentlichen Erscheinungen zum Grunde liegt», sagt er in «Zur Farbenlehre» . Noch heute gelesen werden Arthur Schopenhauers «Parerga und Paralipomena. Aphorismen zur Lebensweisheit» und Friedrich Nietzsches Aphorismen. Karl Kraus versucht mit «Sprüche und Widersprüche» einefast soziologisch zu bewertende Bestandsaufnahme gesellschaftlicher Widersprüche.
      Marie von Ebner-Eschenbach, , Stefan George und Franz Kafka benutzten Aphorismen zur pointierten Darstellung ihres Denkens.


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