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Almanach



Im heutigen Sprachgebrauch literarisches Jahrbuch oder Verlagskatalog mit Textproben.
      Ursprünglich waren Almanache im Orient verwendete Tafeln mit astro- nomischen und astrologischen Auf- Zeichnungen. Seit dem 13. Jahr- hundert wird Almanach im Sprachgebrauch gleichbedeutend mit Kalender benutzt. Johannes Gutenberg druckte 1457 den ersten Almanach. Seit dem 16. Jahrhundert erscheinen Almanache meistens regelmäßig um die Jahreswende. Inhalt der Almanache sind kalendarische Daten, Prophezeiungen, Liebesgeschichten, Anekdoten, amtliche Mitteilungen; ab dem 17. Jahrhundert werden nach französischem Beispiel auch Berichte über
Hoffeste, Messen, Märkte, Stammtafeln und Fürstenhäuser aufgenommen. Oft fiel das Kalendarium weg bzw. wurde zum Kalender. Literarische Beiträge wurden mit ausgehendem 18. Jahrhundert im literarischen —»Taschenbuch oder im —»Musenalmanach vorgestellt. Auch andere Interessengruppen entwickelten vor allem im 18. und 19. Jahrhundert ihre Spezialalmanache, so einzelne Stände und Berufsgruppen. Darüber hinaus kristallisierten sich Themenbereiche heraus, und Landschaften, Mode, Reisen oder das Theater wurden zum Gegenstand der Almanache .
      Im 20. Jahrhundert sind es bestimmte Ereignisse, die Inhalt und Erscheinen eines Almanachs bestimmen. —»Verlage z. B. benutzen ihre Almanache dazu, ihr Programm vorzustellen.
     


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