Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


Grundlagen der textgestaltung

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» Der Brief und andere Textsorten im Grenzbereich der Literatur
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Vorbemerkungen



Die Kulturgesellschaft hat im Lauf ihrer geschichtlichen Entwicklung eine Vielzahl von Textsorten hervorgebracht, die ursprünglich nicht in derselben Weise als >literarisch< gelten wie z. B. Gedicht, Epos, Roman und Drama , die aber gleichwohl aufgrund einer bestimmten Verwendungsweise und Ausgestaltung literarischen Intentionen dienstbar gemacht wurden und werden, so daß sie Bestandteil der Literaturgeschichte und Gegenstand der Literaturforschung sind. Zu diesen Textsorten gehören: der Traktat, der Dialog, die Rede, die Predigt, die Flugschrift, das Pamphlet, die Polemik, die Kritik, die Biographie, die Memoiren, der Bericht, die Reportage, das Protokoll und die Glosse; aber auch: der Brief, der Essay, das Feuilleton, die Autobiographie und das Tagebuch. Die letzteren sind insgesamt häufiger und folgenreicher >literarisiert< worden als die ersteren. Allen diesen Textsorten ist gemeinsam, daß sie primär pragmatischen oder publizistischen Zwek-ken dienen, sei es in informierender , wertender , appellierender oder autobiographischer Funktion .
      Im folgenden beschränke ich mich darauf, die in der Literatur am meisten und wirkungsvollsten benutzten pragmatisch-publizistischen Textsorten darzustellen. Dem Brief als der Form, die literarisch am vielseitigsten einsetzbar ist, gilt dabei die Hauptaufmerksamkeit; knappere Anmerkungen befassen sich dann mit dem Essay, dem Feuilleton, der Autobiographie und dem Tagebuch.
     

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