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Grundbegriffe der texterschließung

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Sangbarkeit, Tanzbarkeit



Für eine struktural-funktionale Analyse kultureller Kategorien ist ein Ansetzen bei der Etymologie im allgemeinen wenig aufschlußreich, häufig sogar irreführend. Die selber bildet da eine Ausnahme: Lyra hieß ein altgriechisches Saiteninstrument, zu dessen Begleitung jene Lieder gesungen wurden, die der entsprechenden Grundgattung in okzidentalen Kulturen den Namen gaben. Diese Lieder waren strukturell auf musikalische Realisierung angelegt. Wir können also von Sangbarkeit als notwendiger Struktureigenschaft sprechen. Bei bestimmten Liedern kam und kommt bis heute Tanzbarkeit hinzu. Sangbarkeit und Tanzbarkeit erlegen der Sprache eine Reihe apriorischer Bedingungen auf: Metrum, Rhythmus, stark wiederholende Strukturen, Ãobersichtlichkeit, Prägnanz in der Formulierung, Kürze. In musikalisch zu realisierenden Textenist die Sprache also von vornherein nicht allein; sie bildet nur eine Strukturkomponente unter mehreren.
      Betrachtet man das gesungene und/oder getanzte Lied als Gesamtstruktur, so stellt es sich als mehrstimmig in einem mehrfachen Sinn dar: Es besteht aus mehreren synchronisierten , die sich als vertikal gebündelte Horizontalen darstellen lassen:...
     

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Sangbarkeit,  Tanzbarkeit    





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