Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


Gedichte des 20. jahrhunderts mit Übersetzungen

Index
» Gedichte des 20. jahrhunderts mit Übersetzungen
» G. Apollinaire - Zone

G. Apollinaire - Zone



Schließlich bist Du dieser alten Welt müde.
      Hirte, o Eiffelturm, die Herde der Brücken blökt heute morgen.
      Du hast es satt, in der griechischen und römischen Antike zu leben.
      Hier sehen sogar die Autos aus, als wären sie uralt.

      Die Religion allein ist völlig neu geblieben, die Religion

Ist einfach geblieben wie die Hallen am Flugplatz.
      Ich habe heute morgen eine nette Straße gesehen - ihren Namen ver-Neu und sauber, der Sonne heller Trompetenstoß war sie. [gaß ich -, Die Direktoren, die Arbeiter und die hübschen Stenotypistinnen Gehen von Montag morgen bis Samstag abend viermal am Tag hier Morgens klagt hier dreimal die Sirene, [vorbei.
      Eine rasende Glocke bellt hier gegen zwölf Uhr. Die Aufschriften der Schilder und der Mauern, Die Tafeln, die Plakate schreien wie Papageie. Ich liebe die Anmut dieser Fabrikstraße.
      Sie liegt in Paris, zwischen der rue Aumont-Thieville und der Avenuedes Ternes.
      Da ist sie, die jugendliche Straße, und Du bist noch ein Kindchen, Deine Mutter zieht Dir bloß Blaues und Weißes an...
      Jetzt gehst Du ganz allein in Paris durch die Menge,

Autobusherden fahren brüllend neben Dir vorbei.
      Die Liebesangst würgt Dir die Kehle,

Als dürftest Du nie mehr geliebt werden.
      Lebtest Du in alten Zeiten, dann gingst Du ins Kloster.
      Ihr schämt Euch ja, wenn Ihr Euch beim Beten ertappt.
      Du bist Dir selber egal, und wie Höllenfeuer prasselt Dein Lachen,
Die Funken Deines Lachens vergolden den Grund Deines Lebens.
      Es ist ein Bild und hängt in einem dunklen Museum,

Und manchmal schaust Du's ganz nahe an...
      Jetzt bist Du am Ufer des Mittelmeers,

Unter Zitronenbäumen, die das ganze Jahr über blühen.
      Mit Deinen Freunden fährst Du im Boot spazieren...
      Tu es dans le j ardin d'une auberge aux environs de Prague Tu te sens tout heureux une rose est sur la table Et tu observes au lieu d'ecrire ton conte en prose La cetoine qui dort dans le cceur de la rose . . .
      Tu es debout devant le zinc d'un bar crapuleux

Tu prends un cafe ä deux sous parmi les malheureux
Tu es la nuit dans un grand restaurant
Ces femmes ne sont pas mechantes elles ont des soucis cependant
Toutes meme la plus laide a fait souffrir son amant

Elle est la fille d'un sergent de ville de Jersey
Ses mains que je n'avais pas vues sont dures et gercees

J'ai une pitie immense pour les coutures de son ventre...
      Tu es seul le matin va venir

Les laitiers fönt tinter leurs bidons dans les rues...
      Et tu bois cet alcool brülant comme ta vie

Ta vie que tu bois comme une eau-de-vie
Tu marches vers Auteuil tu veux aller chez toi ä pied

Dormir parmi tes fetiches d'Oceanie et de Guinee
Ils sont des Christ d'une autre forme et d'une autre croyance

Ce sont les Christ inferieurs des obscures esperances
Adieu Adieu

Soleil cou coupe

 Tags:
G.  Apollinaire  -  Zone    





Impressum | Datenschutz

Tags: a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
Kontact Sitemap
Copyright © litde.com