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Freundschaft mit Goethe und To d



1794 bahnte sich endlich der Verkehr mit Goethe an. Im Anschluß an einen Vortrag in Jena kam es zu einer Unterhaltung, aus der sich ein reger Briefwechsel entwickelte. Goethe fühlte sich das erste Mal in seinen Absichten wirklich verstanden und schrieb: 'Es scheint, als wenn wir, nach einem so unvermuteten Begegnen, miteinander fortwandern müßten", und Schiller selbst wurde durch die neugewonnene Freundschaft wieder zu dichterischem Schaffen angeregt. Mit philosophischen Gedichten - 'Die Götter Griechenlands", 'Die Künstler" — hatte er seinerzeit von der Dichtung Abschied genommen, mit philosophischen Gedichten kehrte er wieder zu ihr zurück: 'Die Ideale", 'Das Ideal und das Leben", 'Der Spaziergang" entstanden 1795. 1796 folgten die gemeinsam mit Goethe verfaßten 'Xenien", mit denen sie ein Strafgericht über die Literatur der Zeit abhielten, und 1797 entstanden im geistigen Austausch mit Goethe die bedeutendsten Balladen: 'Der Taucher", 'Der Handschuh", 'Der Ring des Polykrates", 'Die Kraniche des Ibykus", 'Der Gang nach dem Eisenhammer". Damit hatte Schiller die ihm gemäße Form der Ideenballaden geschaffen, denen man auch die später entstandenen Stücke 'Der Kampf mit dem Drachen" , 'Die Bürgschaft" , 'Kassandra" , 'Das Siegesfest" , 'Der Graf von Habsburg" zurechnen darf. Im 'Lied von der Glocke" fand Schillers Ideendichtung -ihren Höhepunkt. Auch dem Drama wandte sich Schiller wieder zu: 1799 wurde 'Wallenstein" vollendet, dem fast in jedem Jahre ein neues Drama folgte: 1800 'Maria Stuart", 1801 'Die Jungfrau von Orleans", 1803 'Die Braut von Messina" und 1804 'Wilhelm Teil". Den 'Demetrius" konnte Schiller, der 1799 nach Weimar übergesiedelt war, nicht mehr vollenden. Am 9. Mai verschied er, noch nicht 46 Jahre alt, auf der Höhe seines Schaffens und seines Ruhmes an seinem Lungenleiden, von ganz

Deutschland betrauert. Goethe, den die Nachricht vom Tode des Freundes schmerzhaft betroffen hatte, schrieb darüber später: 'Ich dachte mich selbst zu verlieren und verliere nun einen Freund und in demselben die Hälfte meines Lebens".
     

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