„Philosophischer Mantel-und-Degen: Rezeption eines „Anti-Bildungsromans |
| Schillers Romanfragment Der Geisterseher , das von 1786 bis 1789 in der Thalia erschien - als Buch erstmals 1789 -, erfreute sich außerordentlich großer Beliebtheit bei seinen zeitgenössischen Leserinnen und Lesern; es hat ihm „mehr Leser gebracht als alle seine übrigen Werke zusammengenommen"2 und |
Deutung des Fragments |
| So bleibt Schillers Geisterseher ein Fragment, und vielleicht liegt ja auch gerade darin sein Reiz für den heutigen Leser, beziehungsweise der Vorteil gegenüber anderen literarischen Werken mit gleichem oder ähnlichem Sujet -neben den direkten Fortsetzungen beispielsweise Cajetan Tschinks Geschichte |
Irrationalismus: Zeitgeist und historische Quellen |
| Der zeitliche Zusammenhang der Entstehung des Geistersehers und der abschließenden Arbeiten am Don Carlos, die inhaltlichen Berührungspunkte beider Werke, allgemeine tagespolitische Ereignisse und gesellschaftliche Erscheinungen des letzten Drittels des 18. Jahrhunderts und Schillers Haltung gegenüb |
Geheimbünde und Verschwörungen |
| Die positive Aufnahme, die Schillers Roman bei seinen Lesern fand, liegt in einem weiteren zentralen Thema begründet, das das größte Interesse und gespannte Aufmerksamkeit bei den Zeitgenossen garantierte.
Es wurde bereits gesagt, daß sowohl die literarische Gestaltung der Angst als auch die Furcht |