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Fiktion und Realität
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Fiktion und Realität



Alltag und Fest
Als man im 18. Jahrhundert anfing, das Mittelalter genauer zu erforschen, wurden vor allem die negativen Seiten der früheren Lebensverhältnisse scharf ins Licht gerückt und im Gegensatz zu
den Errungenschaften der eigenen Zeit gesehen. Diese kritische Mittelalterbetrachtung, die sich zum Beispiel in
Die höfische Gesellschaft als Forschungsproblem
In den neueren sozialgeschichtlichen Handbüchern kommt die höfische Gesellschaft des 12. und 13. Jahrhunderts meistens überhaupt nicht vor. Das hat seinen Grund darin, daß aus den lateinischen Geschichtsquellen, mit denen die Historiker zu arbeiten gewohnt sind, darüber kaum etwas zu erfahren ist. D
Dichtung als Geschichtsquelle
Das Quellenmaterial, aus dem die höfische Kultur des hohen Mittelalters rekonstruiert werden muß, umfaßt verschiedene Bereiche der Ãoberlieferung: 1. Literarische Texte in deutscher Sprache bilden die umfangreichste und wichtigste Quellengruppe. Dazu gehören hochfik-tionale Texte, wie Minnelieder
Das »Lob der vergangenen Zeit« (Laudatio temporis acti)
Die höfischen Dichter haben die moderne Gesellschaftskultur überraschenderweise nicht als eine Errungenschaft ihrer Zeit dargestellt, sondern haben sie in eine ideal stilisierte Vergangenheit zurückprojiziert, im Vergleich zu der die eigene Gegenwart als eine Epoche des Abstiegs und des Verfalls ers
Zum Vorgehen
Die höfische Literatur des hohen Mittelalters soll hier im Zusammenhang mit den gesellschaftlichen und kulturellen Erscheinungen gesehen werden, die den Lebensstil des Adels in dieser Zeit bestimmt haben. Es soll gezeigt werden, in welchem Maß der Literaturbetrieb der höfischen Zeit von den historis
Die adlige Gesellschaft im hohen Mittelalter Historische Informationen
Wer die gesellschaftlichen Grundlagen der höfischen Literatur verstehen will, muß sich von den Historikern über Aufbau und Struktur der mittelalterlichen Gesellschaft belehren lassen. Allerdings wird ihm das Lernen nicht leichtgemacht. Die gesellschaftlichen Verhältnisse im 12. und 13. Jahrhundert b
Grundbegriffe der gesellschaftlichen Ordnung
Recht »Niemand ist so erhaben wie das Recht. Denn Gott ist wahrlich ein gerechter Richter.«1 Die Vorstellung, daß alles Recht in Gott seine Wurzel hat, war im Mittelalter Gemeingut. Im Prolog zum >Sachsenspiegel< heißt es: »Gott selber ist die Gerechtigkeit. Deswegen ist ihm das Recht lieb.«2 Auf s
Die hierarchische Struktur der Gesellschaft
Der König Seiner Staatsform nach war Deutschland im Mittelalter eine Wahlmonarchie. Gewählt wurde der König theoretisch vom »Volk« (populus), tatsächlich von den »Großen« des Reichs (prineipes). Eine formelle Regelung des Wahlverfahrens gab es nicht. Das Vorrecht, beim Wahlakt - der Kur - die (oft
Die Wirtschaft
Die wirtschaftliche Entwicklung Seit dem 11. Jahrhundert erlebte Europa eine wirtschaftliche Expansion von bedeutenden Ausmaßen, die erst in der großen Wirtschaftskrise des 14. Jahrhunderts ein Ende fand. In dieser Zeit hat sich die Bevölkerungszahl verdoppelt bis verdreifacht. Auch im hohen Mittel
Ritterbegriff und Ritterstand
Die ältere Forschung hatte in der Entstehung des Ritterstands die wichtigste Voraussetzung für die Entfaltung der Laienkultur und das Aufblühen der höfischen Dichtung gesehen. Daß diese Ansicht falsch war, kann als Ergebnis der Forschungsdiskussion der letzten Jahrzehnte über Grundlagen und Merkmale
Der Hof
Reiseherrschaft und Residenzbildung Deutschland war im Mittelalter ein Königreich ohne Hauptstadt. Der König begann seine Herrschaft mit einem Umritt durch die verschiedenen Reichsteile, wo er die Huldigung der Großen entgegennahm und zu Gericht saß; und auch danach war er, mitsamt seinem Hof, stä

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