Grundmuster der Aufklärungssatire |
| Satirische Elemente weisen zahlreiche Gattungen der Epoche auf: die Komödie ebenso wie Roman, Lehrdichtung und komisches Epos. Johann George Sulzer betont in seiner Allgemeinen Theorie der Schönen Künste (1771-74) die formale Vielfalt der Satire: »Sie zeigt sich in Gestalt eines Gesprächs, eines Bri [ ... ] |
Abriß der Gattungstheorie |
| Satirische Wirkungskonzeptionen, wie sie Liscow vertrat, waren keineswegs unumstritten. Die Mehrzahl der aufgeklärten Satiretheorien sah die Gattung einzig durch einen moralischen Zweck gerechtfertigt, der in der Polemik gegen Philippi nicht vorherrschend schien (vgl. dazu grundlegend V Arntzen, 62f [ ... ] |
Satirische Praxis von Liscow bis Lichtenberg |
| Wesentliches Argument für die Verteidigung der Satire gegen ihre Verächter ist auch bei Rabener stets der moraldidaktische Nutzen. Die pädagogische Ausrichtung schließt das Wirkungsziel der »Erbauung« und den Verzicht auf eine »anstößige Schreibart«, die »beißend« verletze, ausdrücklich ein (Rabener [ ... ] |
Poetik der Erzählung |
| Im Gegensatz zu Satire und Fabel scheint die Erzählung als spezifische Gattung theoretisch kein Thema - die Poetiken der Zeit widmen ihr nur wenig Worte. Literarisch ist sie in der Aufklärung in verschiedenen Mischformen präsent, dabei jedoch nur eingeschränkt selbständig. In den Moralischen Wochens [ ... ] |
Differenz der erzählerischen Formtypen |
| Repräsentativ für die deutsche Entwicklung bleiben vor dem Hintergrund des hier vorgestellten Stilspektrums nur die moralische Erzählung und, als spezifische, in Frankreich kaum vertretene Variante des modernen Gattungsverständnisses, die Verserzählung. Bedeutsamstes Exempel des ersten Typs ist Joha [ ... ] |