Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt

Referat Projekt, Charakterisierung, Interpretation, Papier, Essay
Fabel, erzahlung, roman

Index
» Fabel, erzahlung, roman
» Roman der Frühaufklärung
» Schnabels Insel Felsenburg und der frühaufklärerische Roman

Schnabels Insel Felsenburg und der frühaufklärerische Roman



Bestimmend für das Romanschaffen der frühen Aufklärung wird das Bestreben, abenteuerliche Stoffe in lehrhaft-nützlicher Weise episch einprägsam zu präsentieren. Dieser Versuch, der sich vor allem im Werk Johann Gottfried Schnabels und Christian Fürchtegott Gellerts abzeichnet, markiert die Synthese zwischen Pikaro- oder Schelmenroman und höfisch-heroischem Roman, die als Formmuster im ausgehenden 17. Jahrhundert zumeist strikt geschieden waren. Während der pikarische Erzähltypus, prominent vertreten durch Grimmeishausens Simplicissimus Teutscb und Reuters Schelnuiffsky , die fiktive Biographie eines naiven Helden im Kontext handlungsreichen Geschehens und abenteuerlicher Episoden wiedergibt, strebt der höfisch-heroische Roman ein höheres Reflexionsniveau an, das die Verknüpfung von Helden- und Liebesgeschichten mit weltläufigen staatsphilosophischen Räsonnements erlaubt .
      Der Typus der Robinsonade, der sich in Deutschland, Daniel Defoes Robinson Crusoe imitierend, rasch herausbildet, bedeutet die Fortführung des pikarischen Romans des 17. Jahrhunderts, dessen Tradition durch Reuters Schelmuffsky-Satire schon kritisch persifliert und zu einem Abschluß gebracht worden war. Nur ein Jahr nach der englischen Originalausgabe zirkulierten in Deutschland bereits mehrere Übersetzungen von Crusoes Roman , denen wiederum diverse Bearbeitungen folgten, darunter Philipp Balthasar von Sinolds Die glückseligste Insul auf der gantzen Welt und Johann Friedrich Bachströms Das Land der Inquiraner . Zwischen 1721 und 1730 erschienen 26 deutsche Robinsonaden, bis 1750 folgten 19 weitere Romane dieses Typs nach; noch 1779/80 legte der Pädagoge Joachim Heinrich Campe unter dem Titel Robinson der Jüngere eine Bearbeitung des Stoffs vor, die durch ihren didaktischen Anspruch deutlich demonstrierte, daß sich das Genre inzwischen eines vorwiegend jugendlichen Lesepublikums bemächtigt hatte .
      Vom primär unterhaltsamen Anspruch der beliebten Robinsonaden hebt sich Schnabels Wunderliche Fata einiger See-Fahrer verbindlich geprägten Titel Die Insel FelsenburG) durch seine Verarbeitung utopischer Motive und den sichtbar hervortretenden Anspruch auf moralische Belehrung ab. Schnabels Roman, erstes bedeutendes Muster aufgeklärter Erzählkunst, ist immer wieder zutreffend als formale Synthese zwischen Robinsonade und narrativ vermittelter Utopie charakterisiert worden; gerade diese Bündelung zweier Formtypen kennzeichnet den besonderen Reiz des Werkes .
      In der Vorrede seines Romans operiert Schnabel mit einer bereits ironisch gebrochenen Herausgeberfiktion, die um den Hinweis ergänzt wird, daß niemand für die Authentizität der hier publizierten Erzählungen bürgen könne. Diente die Editorenrolle im Barockroman zumeist dem Zweck, der gebotenen Romanhandlung Züge des realistisch Wahrscheinlichen zu verleihen und den Autor gegen den Vorwurf allzu phantastischer Übertreibung in Schutz zu nehmen, so betont Schnabels Herausgeber nachdrücklich, daß er außerstande sei, den wirklichkeitskonformen Charakter des von ihm publizierten Erzählstoffs hinreichend abzuschätzen. Das Manuskript, erklärt er, habe ihm ein Unbekannter kurz vor seinem Tode ohne nähere Hinweise überlassen, so daß Entstehung und Herkunft des Textes nicht aufzuhellen seien. Im übrigen gehe es nicht um Authentizität und Wahrscheinlichkeit, sondern um Unterhaltung durch spannende Erzählung: »Aber mit Gunst und Permission zu fragen: Warum soll man denn dieser oder jener, eigensinniger Köpffe wegen, die sonst nichts als lauter Wahrheiten lesen mögen, nur eben lauter solche Geschichte schreiben, die auf das kleinste Jota mit einem cörperlichen Eyde zu bestärcken wären? Warum soll denn eine geschickte Fiction, als ein Lusus Ingenii, so gar verächtlich und verwerfflich seyn? Wo mir recht ist, halten ja die Herren Theo-logi selbst davor, daß auch in der Heil. Bibel dergleichen Exempel, ja gantze Bücher, anzutreffen sind.« .
      Die ironische Abfertigung des Wahrheitspostulats, die sich im Hinweis auf das spielende Ingenium des Menschen und den fiktiven Charakter biblischer Beispielgeschichten vollzieht, zeugt von souveränem Vertrauen in die Legitimität literarischer Erfindungen. Auf die Ebene der theologischen Romankritik, wie sie Heidegger vorgetragen hatte, mag sich Schnabel nicht mehr begeben. Die nach orthodoxer Vorstellung notwendige Dichotomisierung der Wahrheitskategorie -hier die durch Verbalinspiration ins Wort gebannte göttliche Evidenz, dort die poetische Naturnähe, die verisimilitudo des Aristoteles - gilt dem Verfasser offenbar wenig. Für ihn existiert einzig ein unteilbarer Fiktionsbegriff, der auf biblische Erzählung und literarische Erfindung gleichermaßen anwendbar scheint, unabhängig von theologischen Rücksichten, gebunden allein an das Kriterium der Unterhaltungsqualität, dem sich die Inventionen der spielenden Einbildungskraft des Menschen zu unterwerfen haben .
      Das kompositorische Prinzip, das Schnabels Roman entfaltet, ist ebenso einfach wie wirkungsvoll. Im Mittelpunkt zumindest der ersten drei Bände steht die Beschreibung des paradiesischen Daseins auf der Insel Felsenburg, deren Bewohner Schiffbrüchige sind, die, gruppiert um ihren Ältesten, Albert Julius, den hochbetagten Großonkel des Erzählers Eberhard Julius, ein Leben in friedlicher, auf christlichem Glauben und allgemeiner Toleranz gegründeten Gemeinschaft führen. Die Darstellung der hier begegnenden idyllischen Existenzform, deren Fortbestand durch Werbungsreisen einzelner Mitglieder und die vorsichtige Integration junger Männer und Frauen aus Europa garantiert wird, findet sich ergänzt um spannende Episodenerzählungen, in denen Vertreter der Inselsozietät über ihr früheres, zumeist durch Unglücksfälle, Enttäuschungen und Schicksalsschläge verschiedenster Art geprägtes Leben berichten. Diese biographischen Schilderungen verdeutlichen den gewaltigen Gegensatz, der das Gesellschaftsklima des alten Europa von den Verhältnissen auf Felsenburg scheidet. Regieren dort egoistische Interessen, erotische Libertinage, Intrigen, Machtkalkül, Haß und Mordlust, so organisieren sich die Inselbewohner im Rahmen friedlicher, von Besitzdenken unabhängiger Gemeinschaft auf der Grundlage gegenseitiger Toleranz, moralischen Lebenswandels und einer undogmatischen, gleichwohl verbindlichen christlichen Tugendlehre.
      Den Rahmen für die FLpisodenberichte bildet die Reise des Erzählers Eberhard Julius nach Felsenburg, wo er seinem Uronkel Albert Julius, dem Begründer der Inselsozietät, begegnet, dessen Familie gleichsam die Keimzelle der kontrolliert anwachsenden idyllischen Lebensgemeinschaft bildet. Das aktuelle Romangeschehen - Reiseabenteuer, Ankunft, Besichtigung der Insel, festliche Feiern zu Ehren der Neuankömmlinge - wird immer wieder durchbrochen von autobiographischen Berichten, wobei die Lebensgeschichte des Albert Julius im Zentrum des ersten Bandes steht. Die nachfolgenden Teile adaptieren dessen Strukturschema; sie lassen in lockerer Folge die Mitglieder der Insel-Sozietät aus ihren Viten erzählen und verknüpfen damit die Schilderung aktueller Episoden - den Bericht von der Rückkehr Eberhards nach Huropa, der Suche nach seinem verschollenen Vater und der gemeinsamen Reise zur Insel, die Beschreibung von der Besichtigung einzelner Dörfer und Einrichtungen, von gemeinsamen Mahlzeiten und Gottesdiensten. Erst im abschließenden vierten Band, der 1743 erscheint, verändert Schnabel sein bisher praktiziertes Kompositionsprinzip und bietet nur mehr eine lockere Folge erzählerischer Texte, die kaum mit der Rahmenhandlung verbunden sind. Im Zentrum steht hier der Unterhaltungszweck, an dem sich auch die Wahl der Sujets und Motive bemißt: Gespenster- und Abenteuergeschichten, vermischt mit pseudoreligiösen Traktaten und Predigten, stehen im Zentrum des letzten Bandes, der nicht mehr zur inneren Geschlossenheit findet, sondern disparat und ungegliedert bleibt.
      Wesentlich für die Einschätzung von Schnabels Roman ist seine von der Forschung vielfach betonte synthetische Grundstruktur, die eine Allianz zwischen Robinsonade und utopischen Erzählelementen herbeiführt. Anders als in Defoes Crusoe bedeutet das insulare Dasein bei Schnabel ein freiwilliges Asyl, das die endgültige Lösung aus den unfreundlichen Lebensverhältnissen im alten Europa gestattet. Die immer wieder paradiesisch< genannte Inselsozietät unterliegt zwar keinen streng fixierten formalen Ordnungsprinzipien, so daß schwerlich von einer Staatsform die Rede sein kann, jedoch ist ihrer Darstellung ein utopischer Gehalt einbeschrieben, der zumal dort zutage tritt, wo die Autarkie der fiktiven Gemeinde, deren friedlich-idyllisches Zusammenleben und ihr undogmatisches sittliches Selbstverständnis hervorgehoben werden. Deutlich partizipiert Schnabels Roman hier an den seit Beginn der frühen Neuzeit zirkulierenden Utopieentwürfen, wie sie Thomas Morus' De optima reip. statu, deque nova insula Utopia , Johann Valentin Andreaes Cbristiano-polis , Tommaso Canipanellas Civitas Solis und Francis Bacons New Atlantis ihren Lesern, häufig im Kontext einer fiktiven Rahmenerzählung, vor Augen führen .
      Eine größere Zahl von Motiven verweist auf den traditionellen utopischen Gehalt, den Schnabel seinem Roman verliehen hat. Klassisch ist seit Morus das Inselsujet, das programmatische Abgeschiedenheit und Distanz gegenüber allen Formen des Vertrauten, Normierten impliziert. Auch in Schnabels Roman gestattet die durch die Insellage gegebene Lebensweise den Aufbau von Organisationsstrukturen, die ein Gegenmodell zur gesellschaftlichen Verfassung europäischer Staaten entwickeln helfen. Die Felsenburg-Bewohner verzichten auf persönlichen Reichtum und Geldverkehr, praktizieren freien Warentausch, ohne jedoch ihre primär im agrarischen Bereich erwirtschafteten Güter zu exportieren; Autarkie bleibt das erklärte Ziel der hier skizzierten ökonomischen Ordnungsmusrer. Das Vorwiegen landwirtschaftlicher Produktion - auch bei Morus Element des utopischen Modells - verbindet sich mit dem Ideal der Harmonisierung von Muße und Tätigkeit jenseits jeglicher Form entfremdender Arbeitsteilung . Gleichwohl, so hat man festgestellt, bleibt Schnabels Entwurf frei von jenen Spielarten empfindsamer Naturschwärmerei, wie sie wenig später, unter dem Einfluß der Rousseau-Rezeption, auch im deutschen Roman begegnen. Die Kritik an der Inhumanität europäischer Gesellschaftswirklichkeit schließt hier keine prinzipielle Distanz zum Prozeß der Zivilisation ein; dessen Gesetzmäßigkeiten werden vielmehr im Modell der Inselsozietät partiell nachgebildet und wiederholt. Die systematische Eroberung der Natur, die Ausnutzung ihrer Ressourcen durch instrumenteil verstärkte Menschenkraft, die Konstruktion maschineller Hilfsmittel und die planerische Rationalität, mit der Arbeitsabläufe organisiert werden, zeugen hinreichend davon, daß die utopische Gemeinschaft auf Felsenburg keineswegs das Sinnbild einer zivilisationskritischen Idylle abzugeben hat. Zwar zeigt man sich bemüht, Besitzdenken und materielles Gewinnstreben aus der eigenen Sozietät zu verbannen, doch impliziert der sittliche Selbstentwurf noch keine prinzipielle Abkehr von den Lebensformen rational entwickelter Gesellschaften .
      Das ideale Menschenbild, dem die Inselbewohner nacheifern, schließt neben der Neigung zu Bescheidenheit und Tugendhaftigkeit die Vermeidung von Exzessen, eitlem Selbstgenuß und erotischer Libertinage ein. Ehen werden fraglos mit planerischem Kalkül, jedoch auch nach Herzensneigung geschlossen . Die Familie bildet nicht nur das Zentrum privater, sondern auch den Mittelpunkt öffentlicher Wirksamkeit, wie ein Blick auf die bestehenden Herrschaftsverhältnisse verrät. Die Regierungsgeschäfte liegen in der Hand des Altvorderen Albert Julius, dessen kurz vor seinem Tod formuliertes politisches Testament den Übergang der Macht nach der Logik der Erbfolge zu regeln, zugleich aber die hier begründete monokratische Hierarchie durch die Einsetzung eines beratenden Gremiums mit erweiterten Befugnissen einzuschränken sucht. Die ohnehin nur locker gefiigte Staatsordnung Felsenburgs ist damit kein »Garten Eden der Demokratie« , sondern eine »bene-volente Monarchie« , das Produkt patriarchalisch organisierter Machtausübung, deren potentielle Willkür durch das allgemein herrschende Klima der Toleranz und Religiosität freilich entschieden relativiert wird. Ähnlich faßt auch Johann Valentin Andreaes Christianopolis die ideale Herrschaftsform des von ihm entworfenen imaginären Staatsgebildes als Produkt »väterlicher« Fürsorge und Weitsicht .
      Bestimmend für die soziale Ordnung auf Felsenburg bleibt die verbindliche Beseitigung von Standesunterschieden. Die Inselbewohner agieren als einander gleichgestellte, in ihrem gesellschaftlichen Ansehen egalitäre Individuen jenseits festgelegter Rollenmuster . Im Gedanken der sozialen Gleichstellung aller Menschen offenbart sich ein charakteristisches Merkmal bürgerlichen Bewußtseins, wie es die frühe Aufklärung kennzeichnet. Seine besondere Identität sieht der Bürger nicht durch die Vertiefung von Standesgegensätzen garantiert, sondern einzig dort, wo deren Nivellierung die Interessen des gesellschaftlich unteilbaren ganzen Menschen, des Individuums zur Geltung bringt.
      Gebunden bleibt die innerweltliche Selbstbestimmung des Einzelnen freilich an die Macht der göttlichen Vorsehung, die bei Schnabel als uneinholbare, durchgreifend wirksame Instanz ausgewiesen ist, welche das Geschick des Menschen regiert . Gleichwohl bedeutet diese Perspektive hier keine unbedingte Bestätigung des Providentia-Gedankens, wie ihn Roman und Trauerspiel des 17. Jahrhunderts zu illustrieren pflegen. Für die christliche Metaphysik, die deren Weltbild beherrscht, ist Geschichte einzig als Heilsgeschichte, die Immanenz der Welt allein als Zwischenstation auf dem Weg zur Ewigkeit vorstellbar. Gerade im diesseitigen Scheitern des moralisch vorbildlichen Menschen kann sich mithin dessen Belohnung durch die Vorsehung bekunden, insofern wahre Erfüllung nur das Jenseits bereithält . Abweichend vom Barockroman scheint die providentielle Determination des menschlichen Schicksals bei Schnabel jedoch mit dem Anspruch auf moralische Autonomie des Individuums harmonisierbar. Erweist sich im Roman des 17. Jahrhunderts die Macht der göttlichen Fügung gerade dort am prägnantesten, wo sie menschlichem Vernunftverständnis entzogen bleibt, so herrscht in der epischen Welt Schnabels idealiter Übereinkunft zwischen innerweltlicher Sittlichkeit und Providenz. Gottes Wille belohnt hier das nach ethischen Prinzipien handelnde Individuum und gestattet ihm, sich im Diesseits als moralisches Wesen zu entfalten. Diese Perspektive impliziert fraglos das Zurücktreten jener eschatologisch-heilsgeschichtlichen Dimension, die das Wirklichkeitsverständnis des Barockromans bestimmte, insofern sie das christliche Motiv der göttlichen Gnade bereits auf die Weltimmanenz bezieht. Von Schnabels Deutung des Providentia-Gedankens zu dessen Überwindung im Zeichen der Aufwertung menschlicher Autonomie ist es dann, wie die künftige Entwicklung des Romans lehrt, kein weiter Schritt.
      Die Synthese zwischen Abenteuerstoff und gemäßigter Moralistik, die staatsutopische Aspekte einschloß, ohne sie dominant hervortreten zu lassen, begründete die große Resonanz, die Schnabels Roman beim zeitgenössischen Publikum fand. Der erste Band erlebte zwischen 1731 und 1768 acht Auflagen, die übrigen Teile erfuhren kaum geringere Verbreitung. Dem buchhändlerischen Erfolg stand auch die bisweilen schwerfällige Diktion des Romans nicht im Wege, dessen trocken-kanzli-stisch wirkender barocker Komplimentierstil mit französisierenden und lateinischen Wendungen nach dem Muster der Alamode-Bewegung untermischt war und kaum Raum für differenzierte psychologische Nuancen ließ. Ein begeistertes Publikum fand die Insel Felsenburg zumal bei der lesenden Jugend, wie die Exempel von Karl Philipp Moritz' autobiographischem Helden Anton Reiser und Goethes Reminiszenz in Dichtung und Wahrheit belegen.
      Nicht eben viel galt Schnabels Roman trotz seines großen Erfolgs bei den Theoretikern, die ihn selten, dann zumeist in kritischem Ton erwähnten . Die poetologischen Vorbehalte betrafen den Unterhaltungscharakter des Werkes, die ungelenke Sprachdiktion und den Einsatz phantastischer Motivelemente, die vornehmlich den letzten Band prägten. Dennoch ebnete die Insel Felsenburg dem Romangenre den Weg in die aufgeklärte Epoche, weil sie moralische Programmatik mit einer unterhaltenden Handlungskonstruktion im Kontext des utopischen Entwurfs verknüpfte. Unter dem Einfluß Schnabels entfaltete die Gattung jene größere Formvielfalt, die es ihr nunmehr auch gestattete, komplexe Problemgehalte historischer, staatsphilosophischer und anthropologischer Prägung aufzugreifen und literarisch zu verarbeiten.
     

 Tags:
Schnabels  Insel  Felsenburg  der  frühaufklärerische  Roman    

Formen der aufgeklärten prosa
Wirkungskonzepte der fabel
Satire und erzählung von gottsched bis wieland
Roman der frühaufklärung
Entwicklung des romans zwischen 1740 und 1775

 

 

Tags: a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
Kontact Sitemap
Copyright © litde.com