Expressionismus (ca. I9I0-I925) |
| Lyrik
1887-1912 Georg Heym
Der ewige Tag (1911) - Umbra vitae (1912)
1883-1914 Ernst Stadler
Praeludien (1904) - Der Aufbruch (1914)
1890-1945 Franz Werfel
Der Weltfreund (1911) - Wir sind (1913)- Einander (1915)
1869-1945 Else Lasker-Schüler
Styx (1902) - Der siebente Ta |
Das 'expressionistische Jahrzehnt |
| Für den zweiten Band seiner Geschichte der zeitgenössischen Literatur wählte Albert Soergel den Titel Im Banne des Expressionismus (1925). In der Einleitung schrieb er, es habe sich zwischen 1910 und 1920 'aus einem neuen Seelenzustande" eine Kunstauffassung und -ausübung geklärt, für die sich der N |
Philosophische Einflüsse |
| Die Einflüsse Friedrich Nietzsches (1844-1900) sind weniger in text- liehen oder thematischen Ãobereinstimmungen zu suchen oder zu finden; es war der Gesamtgestus, sowohl der sprachliche als auch der ideologische, der begeisterte. Nietzsche hatte die Tabus der Vätermoral zerstört, jegliche jenseitsb |
Lyrik |
| Die Ãoberschriften in der ersten großen Anthologie der expressionistischen Lyrik, in der Menschheitsdämmerung - Symphonie jüngster Dichtung (1919), lauten: Sturz und Schrei, Erweckung des Herzens, Aufruf und Empörung, Liebe des Menschen. Der Mensch steht im
Mittelpunkt, von Ã"ngsten g |
Drama |
| August Strindberg, der schon das naturalistische Drama beeinflußt hatte, wirkte auch auf die Entwicklung des expressionistischen Dramas ein. Seine Trilogie Nach Damaskus (1898-1901) gilt als das Vorbild für das expressionistische Stationendrama. Für Strindberg war dieses Werk eine szenische Selbstsu |
Erzählprosa |
| 1913 schrieb der Berliner Nervenarzt Alfred Döblin (1878-1957) in der expressionistischen Programmzeitschrift 'Der Sturm", die er 1910 mitbegründet hatte, An Romanautoren und ihre Kritiker:
Man lerne von der Psychiatrie, der einzigen Wissenschaft, die sich mit dem seelischen ganzen Menschen befaßt; |
Dada |
| Der Expressionismus war in allen seinen Erscheinungsformen ein Protest - sowohl gegen traditionelle Wertvorstellungen wie auch gegen konventionelle Kunstformen. Die Destruktion des Gegebenen war die Voraussetzung für Alternativen zum herrschenden Wirklichkeitsverhältnis, sie war ein Angriff auf die |