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EuropÄische lyrik im zwanzigsten jahrhundert

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Einblendungstechnik und Metaphern



Bei Rimbaud war zum erstenmal ein Verfahren zu beobachten, das wir Einblendungstechnik nannten. Auch die Lyrik des 20. Jahrhunderts gebraucht es. In einem Spätgedicht von Rilke, , erklingen neben den auf die Tiere bezogenen - und schon sehr abstrahierenden - Worten ganz andere, wie: Ampelschein, Rauch, Liebesopfer, Spende, Gefäß, Priester. Doch sind das keine Gleichnisse und Metaphern mehr. Es sind Einblendungen eines zweiten Bereichs in die Erscheinung der Tauben. Bei Garcia Lorca liest man: Vom gleichen Dichter gibt es ein Poem, aus elf eigens be-titelten Teilen bestehend und mit dem Gesamttitel Der Wald der Uhren. Es nimmt sich zunächst wie eine durchgeführte Metapher aus , doch liegt ein totales Ineinander von Uhren und Wald vor, wobei der metaphorische Bezirk eine Gegenständlichkeit gewinnt, die gleichgestellt ist mit jener der Uhren: , die eine unendliche Resonanz haben. Von R. Qüeneau gibt es ein Gedicht L'Explication des metaphores : Metaphern, so lautet der Sinn, werfen ihre

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