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Erzählungen der gegenwart

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Werner Klose Am Roten Forst



1. Erste Arbeitsphase: Erstellen eines realitätsbezogenen Kontexts
Ziele: Vermittlung A) eines Problembewußtseins , B) von Verständnis für die Situation des Schreibers der Kurzgeschichte Methode: gelenktes Unterrichtsgespräch im Plenum
Die Zeitungsmeldung von Unfall und Fahrerflucht wird vorgelesen oder an die Tafel geschrieben, evtl. journalistisch ausformuliert . Fragerichtungen zum Text:



1. Absicht des Textes
2. Art der Informationsweitergabe zum Rezipienten
3. Zuwendung zu dem Betroffenen und zu seinen Angehörigen
4. Vertretung des Rechtsprinzips

5. Verständnis für den Täter
2. Zweite Arbeitsphase: Ãœbergang zur Textbeschäftigung
Ziele: Knüpfung eines Motivationszusammenhangs, um A) die Intention des Autors zu erkennen, B) das Problem der Wahl literarischer Mittel zu erkennen, C) die Schüler zur Beschäftigung mit dem Text anzuregen. Methode: gelenktes Unterrichtsgespräch im Plenum
'Eine solch eingehende Beschäftigung mit dem Problem, wie wir sie vorgenommen haben, ist im Alltag nicht üblich. Wäre sie nicht wünschenswert? Was könnte man tun, damit möglichst viele Leute sich so eingehend mit dem Problem befassen?"
Herstellen von Fernsehdokumentationen, Fernsehspielen, Romanen, Erzählungen ...
      Hausaufgabe: Lektüre der Kurzgeschichte Methode: Einzellektüre mit Leitfragen :
1. Welches Interesse hat der Autor am Unfall, am Opfer, am Täter?
2. Wie bringt er dies dem Leser nahe?
Geübte Klassen streichen im Text an und sammeln verschiedene Antworten schriftlich, bei ungeübten Klassen sind die diffusen Eindrücke, die auf Grund der Fragestellung gewonnen werden, im Gespräch nachträglich zu ordnen.
      3. Dritte Arbeitsphase: Textarbeit

Ziele:
A) Erlernen von Methoden 1. des selbständigen Arbeitens mit fiktionalen Texten , 2. des kooperativen Arbeitens
B) Erkennen des Konflikts von erfolgsorientiertem Handeln und für die Mitmenschen verantwortlichem Handeln
C) Erkennen der Unmöglichkeit, einen Menschen einfach mit einem Prinzip zu identifizieren
D) Erkennen der Möglichkeit zum Verstehen von Mitmenschen durch psychologische Ãœberlegungen
E) Erkennen der Notwendigkeit von Rechtsprinzipien zum Schutze des Individuums

F) Erkennen der Notwendigkeit konfliktlösenden Denkens
3.1. Austauschen von Ergebnissen der Einzellektüre
Methode: Gelenktes Unterrichtsgespräch auf Grund von Berichten im Plenum; Festhalten von Stichworten an der Tafel, vom Lehrer geordnet
Zu den Leitfragen:

Der Unfall: Erzählvorwand? Auslösendes Ereignis!
Das Opfer: unerreichbar für den Erzähler. Weshalb? Wahl der Erzähl-perspektive Der Täter: Mittelpunktsfigur
Hansen: A) Gegenfigur zu Lohberg, B) Figur, durch die der Erzähler Lohberg sieht
Erzählstil: Perspektivenwechsel: A) Außenperspektive des allwissenden Erzählers, B) Innenperspektive des Hansen

3.2. Exemplarische Textinterpretation
Methode: Gelenktes Unterrichtsgespräch im Plenum Auf Grund der Frage nach der Perspektive

1. Sprachuntersuchung des 1. Absatzes:
Bildlichkeit ,

Takt ,
Rhythmus ,alle Kennzeichen verweisen auf die Sprache der Lyrik. Es handelt sich umdie Manier des Erzähleingangs im Trivialroman!
Funktion des Absatzes: erste indirekte Kennzeichnung Lohbergs
2. Sprachuntersuchung des 5. Absatzes:

Kontrastive Wortwahl ,
Prosarhythmus
Erlebte Rede in den ersten zwei Sätzen, dann innerer Monolog
Funktion des Absatzes: erste indirekte Kennzeichnung Hansens Bei Beginn der Problemdiskussion wird deutlich, daß zunächst eine genauere Untersuchung von Teilaspekten erfolgen muß. Aufgabendifferenzierte Gruppenarbeit bietet sich an. 3.3. Gruppenarbeit zu Teilaspekten
Methode: Gruppenarbeit mit Leitfragen, schriftliches Festhalten der Hauptergebnisse Die Aufgaben sollten so gestellt werden,
A) daß sie konkrete Arbeitshinweise enthalten ,

B) daß sie ein Teilgebiet erschließen,
C) daß sie trotzdem zur Reflexion des Gesamtproblems hinführen.

     
Beispiele für Gruppenaufgaben:

1. Hansen als Gegenfigur zu Lohberg Leitfragen:

Was hat er für Gemeinsamkeiten mit L.?
Was bindet ihn an L., wodurch kommt die Bindung zustande?

Was unterscheidet ihn von L.?
Was stört seine Bindung an L.? usw.
      2. Hansen als Figur, durch die der Leser L. sieht Leitfragen:
Wie erfährt der Leser etwas über das Äußere L.s? Wie erfährt er etwas über die Gedanken L.s? Wird für H. das gleiche Verfahren angewandt? usw.
      3. Die Person des Lohberg Leitfragen:
Wie sieht er aus?

Wie handelt er?
Wie redet er?

Welche Probleme hat er? usw.
      4. Die Person des Hansen Leitfragen: s. 3.

      5. Der Unfall Leitfragen:
Wie verläuft die Fahrt?

Gibt es Vorankündigungen?
Wie wird der Unfall selbst erzählt?
Welche Worte weisen später immer wieder auf den Unfall hin? usw.
      6. Die Auseinandersetzung Hansen—Lohberg im 3./4. Kap. Leitfragen:

Was hat H. vor?
Wie reagiert L. auf die Worte H.s?

Wie ist das weitere Verhalten H.s zu erklären? usw.
      4. Vierte Arbeitsphase: Auswertende Besprechung

Ziele: s. 3. und:
Erlernen von Methoden des Zugänglichmachens von Arbeitsergebnissen für andere
Methode: Referate und gelenktes Unterrichtsgespräch im Plenum
Die Diskussion um den offenen Schluß der Kurzgeschichte sollte nicht geführtwerden. Hier bietet sich an eine
5. Fünfte Arbeitsphase: Verfassen eines Schlusses für die Kurzgeschichte
Methode: individuelle Arbeit und auswertendes Plenumsgespräch Dieses Ernstnehmen der aktiven Leserrolle bietet zugleich die Möglichkeit einer indirekten Lernkontrolle in bezug auf das Problembewußtsein. Im auswertenden Schlußgespräch sollte die Leistung einer fiktionalen Darstellung des Problems abgewogen werden gegenüber der einer Darstellung im Pressebericht o. a.

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